Möglich und unmöglich

Zeitig schlafen zu gehen soll Erholung bringen. Morgens mit einem Alptraum aufzuwachen – unbezahlbar. Von wegen Erholung. Wobei jetzt Alptraum ein klein wenig übertrieben ist, wenn es sich um einen Atomkrieg dabei handelte. Aber nur ein klein wenig.

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Unbehaglich behaglich

Es gibt Dinge, die bereiten Unbehagen. Und es gibt die Dinge, die bewirken das Gegenteil. Doch was passiert, wenn beides auf einander prallt? Wie soll man sich da nur fühlen? Unbehaglich behaglich oder behaglich unbehaglich? Verdammtes Menschsein. Es muss immer kompliziert sein.

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Deine scheiss Armut kotzt mich an!

Klar. Und mich erst. Wobei ich dann doch überlegen müsste, ob ich wirklich arm bin. Nicht wirklich. Nach meiner Philosophie ist alles, was über täglich Brot, Dach überm Kopf und anständige (schwarze) Klamotten hinausgeht, sowieso Luxus.

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Die Zeit

… Die Zeit war einmal nicht so extrem wichtig, wie sie heute für uns ist. Nein, das ist so nicht ganz richtig. Während wir in digitaler Form und atomar genau jeder Millisekunde hinter rennen und akribisch festhalten und diese auch noch dokumentieren, waren zumindest die alten Araber und Chinesen in der Lage, wenigstens sekundengenau zu arbeiten. Ja richtig. Während wir noch nach dem Zerfall des römischen Reiches uns der kleinlichen Religion ergaben, die damals jeden Fortschritt und Rückschritt (zum alten Glauben beispielsweise) peinlich genau unterband, die Europäer noch zur Erfassung der Zeit die Genauigkeit einer Sonnenuhr nutzten, da hatte die Anderen da im vorderen und hinteren Orient schon mechanische Meßwerke der präzisen Natur.

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Gerechtigkeit?

„Diese Welt bietet überhaupt keine Möglichkeit, so etwas wie Gerechtigkeit herzustellen.“ (Marcel Krass). Ein interessantes Zitat, von der persönlichen Seite betrachtet und von der Sicht gegenüber zu anderen Menschen. Menschen untereinander, Tiere untereinander, Pflanzen untereinander. Gerechtigkeit gibt es nirgends, nur das Recht des Stärkeren. Nicht nur der Stärke als Kraft gedacht, sondern auch die Stärke, die von der geistigen Kraft ausgeht.

Ist es gerecht, wenn Moos eine Fläche überwuchert und damit andere Pflanzen daran hindert, dort zu wachsen? Ist es gerecht, wenn Unkraut Nutzpflanzen vertreibt? Ist es gerecht, wenn die Katze die Maus frisst oder der Mensch ein Steak von der Kuh? Ist es gerecht, wenn nach dem Tod die Reste von Maden weiter verarbeitet werden? Wie definiert man Gerechtigkeit? Ganz einfach – nur aus dem persönlichen Standpunkt heraus, aus der eigenen Sichtweise. Was mir gerecht erscheint aus meiner persönlichen Überzeugung, ist für andere die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit.

Wenn ich das ganze Spiel mit Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit global betrachte, so wird es noch überschaulicher. Ist es Gerechtigkeit, wenn die USA oder meinetwegen Russland in Syrien interveniert, wenn nur ein Mensch dort um Hilfe gegen Rebellen oder Assad gerufen hat? Wird es gerechter, wenn Hunderte nach Hilfe rufen, nur damit hundert andere sterben deswegen?

Das Leben ist nun mal ein einziger Kampf und das Recht ist immer auf der Seite desjenigen, der um das Überleben kämpft. Es gibt keine allumfassende Gerechtigkeit, auch wenn wir diese gerne hätten. Es ist alles, wie immer, nur eine Glaubensfrage. Ein Spiel aus Licht und Dunkelheit, schwarz und weiß, gut und böse. Wir denken und glauben zu wissen, was gerecht ist und üben dabei eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit anderen gegenüber aus. Nein, es gibt keine Gerechtigkeit, nur das Recht des Einzelnen. Der Rest ist nur Glaube. Die eigene Sichtweise …

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