Die Büche der Pandorra

Wer auch immer sie geöffnet hat, diese Büchse der Pandorra, der hat wieder nur Halbgares geschafft. Nach all den herrlichen Übeln, allen voran die Arbeit, gefolgt von Krankheit und Tod, hat auch das schlimmste Übel in die Welt entlassen: die Hoffnung.

Die Hoffnung ist das letzte bisschen Selbstachtung, aufgefressen für meist sinnlose Ziele, die man doch nicht erreichen kann. Was ist denn Hoffnung? Das festklammern an etwas, was eh nicht eintreten wird. Ich hatte mitunter die Hoffnung, mal weniger Arbeit zu haben und ohne, auf nettem Firmendeutsch ausgedrückt, Mehrarbeit auszukommen. Ein sehr trügerisches Ziel.

Da wird sich an eine Sache geklammert in blinder Gier nach einer besseren Zeit. Hoffnung zertrümmert nicht die Steine, die im Weg liegen. Hoffnung führt auch nicht drumherum. Hoffnung lässt uns davor verharren in blindem Eifer.

Lieber ertrage ich all die anderen Plagen als eine trügerische Hoffnung auf etwas, was unerreichbar ist. Und wenn diese Ahnung erst zur Gewissheit wird – da läßt sich alles nicht nur viel leichter ertragen, man fängt auch an, die Steine im Weg zu erklimmen, drüber wegzusehen und doch ein Fünkchen vom Licht am Ende des Tunnels zu erblicken. Nein, bloße nicht auf das Falsche setzen, die Hoffnung.

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