Tagespalaver XII.: Scheisse und Schiss

Man könnte ja mal jammern, heulen und palavern über dieses oder jenes. So richtig die negativen Dinge auskotzen, die in der letzten Zeit, in den 35 Tagen schreiberischer Abstinenz so passiert sind oder nicht passiert sind. So richtig einmal die Seele befreien von dem Unrat, der in der Sklavenhaltergesellschaft angesammelt wird, im Dasein als Arbeitstier.

Nö! Meckern kann jeder, ich meist besser – aber dieses Mal verschone ich Jeden damit. Es gab eben viel zu tun, mein Überstundenkonto platzt aus allen Nähten und ich habe damit für den Rest des Jahres vorgesorgt. Doch nun heißt es erst einmal, die freie Zeit zu genießen, Urlaub wird das, so glaube ich, genannt. Der ist mittlerweile schon längst vorbei. Und die Stimmen mehren sich, die meine täglichen Ausdünstungen gedanklicher Natur vermissen? Mhmm, geht’s noch? Wollt ihr wirklich, dass ich wieder weiter  mache?

Na gut oder auch nicht, dann soll es wohl so sein. Anscheinend habe ich bei dem Einen oder Anderen tatsächlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Anscheinend auch nicht zu dessen oder meinem Schaden. Drum frohlocket – es geht wieder los. Die Sommerpause darf getrost als abgeschlossen gelten. Eine neue Tastatur ist auch wieder vorhanden, die alte hat den Terz nicht mehr ertragen und freiwillig selbst den technischen Geist aufgegeben. Tastaturen haben sowieso, so wie alle modernen Geräte, ein Verfallsdatum kurz hinter der Garantiezone. Also kann ich es immer noch darauf schieben.

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Es geht wieder los, an einem Montag. Montage sind grundsätzlich und sowieso beschissen, vor allem, wenn das Wochenende anstrengend war. Ja, ich bin mittlerweile in einem Alter, gefühlt, in dem 2 Tage hintereinander Saufen nicht mehr so leicht erträglich sind wie anno dazumal, als junger Spund, der die Kneipe um die Ecke sein Zuhause nannte.

Derart angeschlagen lässt natürlich der Scheiß nicht lange auf sich warten. Ganz im Sinne des Scheisstages, ähm, Montages, kommt ein Schiss angeflogen. Aufs neue Hemd, noch so fröhlich bunt-schwarz, nie getragen und am ersten Tag – beschissen. Vollgeschissen. Scheiss Vögel. Und bei einem solchen Omen läuft der Rest des Tages ganz in diesem Sinne weiter. Na Danke. Von wegen es bringt Glück, von einem Vogel angeschissen zu werden. Weder in metaphorischer Sicht, noch im übertragenen oder wahrsten Sinne des Wortes. Und den ganzen Tag habe ich Schiss, dass das nochmal passiert. Das kann nix mehr werden mit dem Montag. Nachtn!

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3 Kommentare zu Tagespalaver XII.: Scheisse und Schiss

  1. Er ist wieder da! (Begrüßung mit dreifachem Hurra) – Hau rein (in die Tasten) … 🙂

  2. SiamKitty sagt:

    Willkommen zurück, my Lord! *frohlock* Jubel! Wir dürfen wieder Sinn und Unsinn seiner bloggerischen Majestät genießen!

  3. Schattenmädchen sagt:

    Ihr lebt, my Lord!
    Eure getreuen Leser erwarten sehnsüchtig und geduldig die weiteren schwarzbunten Ergüsse aus Eurer Feder. Bleibt uns bitte noch lange erhalten.
    Hochachtungsvoll
    Schattenmädchen

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