Die Sessellehne

Die Sessellehne ist im Normalfall dafür gedacht, dass sich ein alter, müder Sack, wenn er von der Arbeit völlig fertig nach Hause kommt, daran anlehnen kann, um so den zerschundenden Knochen ein wenig Erholung zu gönnen. Soweit ja auch richtig – aber erklärt das mal der Katze.

Die hat nämlich nicht nur jede Art von Sitz- oder Liegefläche zu ihrem Herrschaftsbereich erklärt, nein, wenn dann mal eine solche Fläche erobert wurde – dann nimmt sich der Flusenproduzent eben den rückwärtigen Bereich zu Gemüte. Bloß nicht den alten Sack anlehnen lassen, er könnte es ja gemütlich haben und die Steuer in Form von Leckerlis und Streicheleinheiten vergessen. Ein sehr einnehmendes Wesen das.

Ausnehmende Wesen sind Chefs und Kollegen. Natürlich immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Aber wer ist das nicht. Doch warum sich ausgerechnet gleich zwei zur gleichen Zeit operieren lassen müssen und der Dritte sich in die psychiatrische Klinik einweisen lässt – natürlich im Sommer zu Urlaubssaison – das kann sich niemandem erschliessen, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte befindet.

Dann lieber den Flusinator, der jede Art von Lehne in Besitz nimmt. So ein aufgewärmter Nacken hat doch schließlich auch etwas für sich.

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