Tot- und Mordschlag

Großes Rumoren, großes Gepöbel und kleine Ursache. So ist es ja immer. Es sind die kleinen Dinge, wenn auch meist gut gemeint, die zu Hindernissen führen und dann, genau dann ist das Gejammer groß.

Aber mal von Anfang an. Ich stehe ja in mehr oder weniger regem Austausch als angehender und doch schon recht erfahrener Schreiberling mit anderen solchen. Nicht ohne Grund sind diese auch mitschuldig daran, dass sich mein Bücherregal immer mehr füllt und füllt und füllt … Wie schon anfangs erwähnt, kleine Ursache, große Wirkung. Dazu eine kleine Geschichte. Geschichten sind ja toll, die erzählen das Leben so unsinnig, wie es oft ist. Ach, ich schweife schon wieder ab.

Es begab sich zu einer Zeit vor einiger Zeit, dass eine angehende Jungautorin in einem zauberischen Austausch mit einem anderen solchen über schreiberische Dinge sich austauschte. Beide merkten, dass sie bei manchen Dingen auf einer Wellenlänge lagen und so kam es dann auch, dass sie sich gegenseitig ihre Werke beguckten und kritisierten. Aber ein solches Werk, dass musste erst durch einen Boten zu dem anderen gelangen. Ach, welche Qual, wenn der Botendienst nicht so arbeitet, wie es einst von den Göttern gelehrt wurde. Hermes würde sich im Grabe umdrehen, wenn er schon tot wäre (Das Volk ruft „Ohhhh“), angesichts der Tatsache, dass der Botendienst ganze und auch halbe Sendungen verschluderte. Ein Versuch macht klug, dachte sich da die Jungautorin, ein zweiter bestimmt noch klüger. Also wurde die Sendung ein zweites Mal auf den Weg geschickt, wieder durch den Botendienst. Wir wollen ja in Geschichten keine Namen nennen aus dem wirklichen Leben, also nennen wir den Botendienst einfach um in Lost (Dass die Endung nun gleich klingt wie der richtige Name, dass ist nun wirklich Zufall … ).

Gedacht, geschrieben und getan, die Sendung war unterwegs. Doch oh Wunder, es dauert und dauerte, doch der Briefkasten des Empfängers enthielt immer nur Rechnungen, doch nie das erwartete, nennen wir es mal so: Buch. Doch endlich, nach vielen Tagen des Wartens lag es endlich im Briefkasten und der Grund für die Verzögerung war sofort klar: Denn jener welcher, der dass Buch bekommen sollte, der hatte in jungen Jahren, man war schließlich jung und brauchte das Geld, das es als Praktikant nicht gab, bei diesem Botendienst gearbeitet und wusste, warum da so vieles schief lief und Sendungen manches Mal und auch öfter ihren Bestimmungsort nie erreichten und wenn, dann so spät. Teufelswerk war dort an der Arbeit, die Menschen nennen es Maschinen und sortierte die Dinge nach ihrem Bestimmungsort. Doch weh und ach, die Sendung war nicht ordentlich der Norm entsprechend beschriftet, dann weigerte sich dieses Teufelswerk beharrlich, seine ihm zugedachte Arbeit ordentlich zu verrichten. So kam es immer wieder, dass Menschen dem Teufelswerk als Sklaven helfen mussten. Doch Sklaven brauchen oft längere Zeit und nicht ordnungsgemäß beshriftete Sendungen dauerten daher immer länger …

Und die Moral von der Geschicht: Vergiß die ordentliche Beschriftung nicht. Willst du Geld an der Verpackung sparen, dann kleb verdammt noch mal ein Papier mit der genormten Adresse rauf, damit diese dämlichen Maschinen nicht kreuz und wirr lesen … Und das Buch kommt ganz schnell an. Gute Nacht liebe Kinder, der schwarze Mann im Albtraumland erwartet euch schon. Aber die Freude war dennoch übergroß, dass das Buch endlich seinen Weg gefunden hatte … und das Ziel.

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