Morgenmuffel?

Dieser Morgenmuffel tobt schon wieder seit 5 Uhr durch die Gegend. Seit 5 Uhr, an einem Samstag. Nur ein paar Arbeitstage und schon hat sich wieder der alte Trott eingestellt, der innere Wecker agiert gnadenlos und treibt die müden Knochen aus dem Bett. Blöder innerer Wecker, wenn ich den finde, schneide ich den mir raus …

Heute ist Walpurgis, oder auch einfach nur Tanz in den Mai. Tolles Ding. Wie immer feiern die Menschen etwas, das sie nicht kennen oder auch nur zuordnen können. Ich finde das einfach nur widerlich, feiern um der Feier willen. Kann mir aber auch egal sein. Ist es auch. Genauso egal wie der ganze erbärmliche Rest.

Morgenmuffelig? Von wegen. Ich bin da, also bin ich da. Und nach den ersten zwei Kaffee sowieso. Was kann der Morgen dafür, dass der innere Wecker in Kooperation mit dem von Nutte mich aus dem Schlaf reißt? Musik an, Kaffee in den Schlund gekippt und die obligatorische Kippe qualmt vor sich hin. Und nun? Zu gut erinnere mich dieser Momente an den Musikunterricht damals in der Schule, als wir Smetana’s „Die Moldau“ interpretieren sollten. Warum? Weil im Klassik-Kanal von YT dieses gerade läuft und mir bei der Melodie immer noch ein kleiner Schauer den Rücken hinunter läuft. Verdammt, ich werde alt, ich höre Klassik. Von wegen.

Intelligente Menschen hören Klassik. Oder zumindest solche, die sich dafür halten. Ein Trugschluß. Denn entweder bin ich intelligent oder die Schublade passt definitiv nicht. Aber Klassik war auch schon immer ein Teil meines Geschmacks und passt gerade in dem Moment, wenn es heißt, ein paar zusammenhängende Wörter aufs Papier, auf das virtuelle, zu bringen. Also Musik hilft gegen die morgendliche Störanfälligkeit, Klassik beruhigt und hilft, die Gedanken zu sortieren. Von wegen Morgenmuffel. Aber der Kaffee, der muss erst mal rein.

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