Urlaub und so

Urlaub ist vieles, aber grundsätzlich auch immer eines: Viel zu kurz. Bei den ganzen Vorhaben wie endlich mal die Serie zu Ende gucken, im Spiel vorwärts kommen und dann folgt der Rundblick durch die Wohnung mit dem erschreckenden Ergebnis, dass da auch noch soviel zu tun ist.

Der Fluch des einsamen Lebens. Man kann niemand anderen irgendetwas aufbürden. Schade aber auch. Seit Monaten liegt da noch ein Brief, der beantwortet werden will aber nein, wir haben doch keine Zeit. Obwohl das Briefe schreiben ja sehr erholsam ist, wenn man etwas mit Zeit und Stil vollbringt. Der Geist war willig, doch das Fleisch zu schwach. Das Fleisch lümmelt lieber auf der Couch. Und nutzt den Urlaub dafür, wofür dieser im Grunde vorgesehen ist: zur Erholung.

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Durchschnittlich 374 Tage seines Lebens verbringt der Mensch mit der unsäglichen Vergeudung durch die Warterei. Auf Bahnhöfen, im Stau, an der Ampel, in der Bahn auf die Ankunft. Vergeudete Zeit. Zeit, die sinnvoller genutzt werden kann durch Lesen, Spielen oder andere freigeistige Tätigkeiten. Das ist dann der Punkt, die Tätigkeit, bei der andere misstrauisch beäugen, was das eigene Smartphone in der Hand macht. Es gab Zeiten und es gibt immer noch Menschen derselben, in der Hans und Franz Bücher durch die Gegend geschleppt haben. Kunz die ominöse Zeitung und Heinz irgendein Geduldsspiel. Doch wozu sich abschleppen, wenn das Handy dabei ist, dass alles kann?

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