Home sweet Home

Trautes Heim, Glück allein. Einerseits ist so ein Urlaub in der Fremde schon eine Erholung im besonderen Sinne, weil die Alltäglichkeit des eigenen Heimes weg fällt, die häuslichen Pflichten, wenn auch sich selbst auferlegt, aber dennoch die freien Tage bedroht. Andererseits ist die Rücksichtnahme in fremden Gefilden, nicht zu machen , was man will, sondern sich an die Regeln des Gastgebers zu halten, ebenso suboptimal wie eben die eigene Häuslichkeit. Doch Zu Hause, da fällt der Blick stets in Ecken, die nach Handgriffen schreien – und dem bin ich zumindest eine Woche entflohen.

Dennoch muss ich sagen, das die letzte Woche doch ein besonderes Aufbauprogramm für die kommenden Arbeitswochen darstellt. Denn einerseits ein paar Blicke hinter die Kulissen einer Bauernwirtschaft, wenn auch einer ‚“kleinen“ werfen zu dürfen, andererseits der Blick auf das Leben auf dem Dorfe, als Stadtmensch, hat seinen eigenen Wert. Bleibt mir an dieser Stelle in meiner unüblichen Art, den Gastgebern zu danken für Obdach, Speis, Trank und Gesellschaft. Ich hoffe, wie man es auch betrachtet, den größt- oder kleinstmöglichen Schaden, in materieller oder seelischer Natur, angerichtet zu haben.

Und doch hat mich das Leben auf dem Lande wieder überzeugt. Wenn nicht die weiten Wege wären, die mich als Stadtmensch mit vielfältigen mobilen Möglichkeiten etwas abschrecken, da ich nicht mobil bin, ist es durchaus die innere Überzeugung, sich doch eher dem Leben auf dem Lande zu widmen als in der Stadt. Oder ich werde einfach nur alt. Zumindest ist der zwischenmenschliche Kontakt auf dem Land so marginal minimal und die Ruhe und Abgeschiedenheit so überzeugend, dass …

Ja, der Gedanke hat sich fest eingenistet in meinen Synapsen. Je nachdem, was die Zukunft in Zukunft für mich bereithält, ist es als Ziel abgesteckt und von der Sache der Mobilität abgesehen – ein erstrebenswertes Faktum geworden.

Doch das eigene Zuhause wieder wohlbehalten zu erreichen und ebenso vorzufinden, das lässt durchaus den einen oder anderen Stein vom Herz plumpsen und eben auch die gleiche Unversehrtheit meiner Mitbewohnerin auf vier Pfoten. Wobei die Befürchtung, dass diese mich nicht einmal mehr mit dem Allerwertesten ansieht, sich als unbegründet herausstellt…

Dieser Beitrag wurde unter Erlebtes, Menschenkrams, Morgendlicher Schwachsinn, Reisen, Tagespalaver abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen