Diagnose: Leben

Leben und leben lassen ist die Devise. Ohne sich einzumischen, ohne Bevormundung und ohne Benachteiligung. Einfach nur leben. Doch in manchen Momenten stellt sich wie von selbst die Millionenfrage: Ist das noch Leben?

Diagnose: Ich denke, also lebe ich. Oder so ähnlich. Zumindest vier Tage lebe ich wieder, als Mensch und nicht als Sklave einer Wirtschaft. Vier Tage tun und lassen was mir gefällt, ohne Verpflichtungen – ausser denen, die ich mir selbst auferlege. Und doch hat der Trott mich noch fest im Griff zu einem Fest, dass nicht das meine ist. Selbstverständlich habe ich vergessen, die Wecker abzuschalten und sitze somit, auch dank der Gewohnheit, schon früh morgens am PC, um die neuesten Gemeinheiten der Menschen zu eruieren.

Eruieren, nicht urinieren. Das ist ein eklatanter Unterschied, also bitte. Ich weiß, Fremdworte zu verstehen ist nicht jedermanns Dingens. Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplimentär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen. (Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?)

So sitze ich denn hier und überlege, was ich außer einigen anderen Dingen, die unwichtig sind, noch wichtiges an so einem frühen Morgen eines Tages ohne Arbeitsaufwand anstellen könnte. Zur Auswahl steht Nichts, dicht gefolgt von Gar Nichts, leider aber auch Hausarbeit. Letzteres kann man ignorieren, muss es aber nicht. Aber man kann. Und ich werde es auch. So, wieder selbst überlistet. Bin so stolz auf mich.

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