Was bleibt

Was bleibt? Was bleibt, ist maximal die Erinnerung. Manche brauchen Andenken, den teuren Tand, der erst als Staubfänger in Regalen vergammelt und wenn nicht durch die Person selbst, dann wenigsten von den Erben – sofern vorhanden – in die Tonne wandert.

Die Erinnerung muss reichen. Zusammen mit dem Wissen, dass für eine schöne Sache einst mächtig viel Geld geflossen ist. Geld, erkauft mit Lebenszeit. Wir Menschen brauchen Kraft und Gesundheit, um Geld zu verdienen und geben dieses dann wieder für verbrauchte Kraft und Gesundheit wieder aus. Die Wenigsten schaffen was bleibendes. Tolles Ding – wozu dann leben?

Leben um zu leben? Wo ist da der Sinn? Jeder Arsch auf diesem Planeten erinnert sich an Cheops. Der Typ hat in seinem ganzen Leben nichts geschaffen und schön gelebt und lässt sich von anderen ein Denkmal setzen – um damit ewig zu leben. Und es funktioniert. Es ist völlig egal, wer der Typ war und was er gemacht hat, Hauptsache der Name ist in alle Munde. Aber das kann doch auch nicht der Sinn sein.

Nehmen wir Goethe als Alternative. Der hat sich Gedanken gemacht und diese dann für die Ewigkeit aufgeschrieben. Bekannt bei (fast?) jedem, doch den Mensch dahinter, den kennt niemand mehr. Er war einmal, nur sein Vermächtnis in Form von Wörtern lebt weiter. Und wozu das? Was nutzt all der Ruhm? Ins Gras gebissen haben sie alle, manche früher, viele später und einige zu spät.

Es ist Montag Morgen, das neue Chaos erwartet mich, uns. Zumindest das erleichtert das Ertragen selbigen, das Wissen, dass das Leiden darunter nicht alleine getragen werden muss. Doch ein Sinn dahinter, der versteckt sich immer noch und will einfach nicht gefunden werden. Aber, muss denn immer alles einen Sinn haben?

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