Rechtfertigung?

Nein, man muss sich nicht immer rechtfertigen und Position zu Dingen beziehen, die persönlicher Natur sind. Schon gar nicht in so einer Art Online-Tagebuch wie dieses Ding hier. Aber ein Weckruf, wenn man sich doch mal zu arg gehen lässt, den kann man durchaus annehmen.

Es ist ja nicht so, dass ich keine Lust mehr hätte, meinen geistigen Durchfall an jedermanns Bildschirmscheibe zu klatschen – von innen, um von außen gelesen zu werden. Und die üblichen Ausreden, die man sich selbst einredet von zuviel Arbeit, Krankheit und Unlust, nur um andere Tollheiten zu rechtfertigen, sind zwar allesamt wahr – aber immer noch das, was sie sind: Ausreden. Ja, ich liebe immer noch Schachtelsätze, dass wurde mir mittlerweile sogar bestätigt.  Schachtelsätze sind meiner Meinung dafür gut, um andere zu animieren, gelesenes zu überdenken, das wird sich nicht ändern. Weil es funktioniert. Zurück zu den Ausreden.

Viel Arbeit – wer mich kennt, weiß, dass das niemals gelogen ist. Dummerweise ist ein Konto eine gute Rechtfertigung dafür, eine Ausrede für viel Arbeit. Weil dieses blöde Konto immer noch diese blöde Angewohnheit hat, sich im Laufe des Monats zu leeren. Mehr oder weniger rapide schnell, aber stetig und kontinuierlich. Also redet wird sich selbst eingeredet, viel Arbeit würde Abhilfe schaffen. Das dem nicht so ist, weiß jeder halbwegs vernünftige Mensch. Doch wer sagt denn, dass ich vernünftig sei? Quod esset demonstrandum…

Dann wäre ich auch schon bei der nächsten Ausrede, die Mann in diesem Fall als solcher gern benutzt und den Mitgliedern ohne letzteres des anderen Geschlechts klar darzulegen: es gibt die Grippe und es gibt die Männergrippe. Eine Männergrippe ist in ihrer Effektivität, einen Mann flach zulegen, tausendmal produktiver als eine Frauengrippe. Das ist die Crux der Natur, in diesem Fall den Spieß umzudrehen. Schon mal einen ordentlichen Männerschnupfen gehabt? Der ist schon übel. Und dann noch die Hände auf die Tastatur legen während einer Männergrippe, um sinnlose Denkwürdigkeiten weiterzugeben? Also ehrlich. Aber spielen, zocken und daddeln, das geht noch. Gerade so.

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Dennoch, um dem Gefasel endlich einen Schlussstrich zu geben und die ganzen üblichen Ausreden endlich sich selbst einzugestehen: es bedarf tatsächlich und gelegentlich eines Weckrufes, um wieder an die Dinge erinnert zu werden, die dem persönlichen Selbst doch irgendwie wichtig sind. Derjenige weiß es und in meiner unüblichen Art dafür ein dickes: DANKE! Die anderen mögen die Hände wieder über dem Kopf zusammenschlagen und „Oh Gott rufen“ – auch wenn es den Sack a) nicht gibt und b) wenn, er doch nur lethargisch zusehen würde – es wäre mir ein innerer PIEP dafür.

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