Weltuntergang der Nächste

Achja. So einen Abend lang sich mit Verschwörungstheorien über Chemtrails befassen und im Anschluss die nächsten Vorhersagen zum nächsten Weltuntergang durchschauen, man will ja nichts verpassen…

Dieses Jahr hat es ja wieder nicht geklappt. Was kann Gott eigentlich? Der Teufel liegt faul in der Ecke und Gott ist zu dumm. So wird das nie was. Aber gut, dafür haben wir ja noch die Hellseher. Die haben nämlich vorhergesagt, dass im Jahr 2016 vor der zweiten Ernte der Russe vor der Tür steht. Bzw. kurz vorm Rhein. Und das in 3 Tagen. Lustig. Ich würde denen schon mehr zutrauen und sagen, die schaffen es in 3 Tagen bis nach Spanien runter. Ist schließlich auch ein besserer Ansporn. Erst halb Europa überrennen und im Anschluß sofort Urlaub im sonnigen Kantabrien. Das bringt Enthusiasmus und Ehrgeiz in eine Armee, wenn ein angenehmer Urlaub als Eroberungsbeute winkt.

Im Anschluss ziehen die sich dann auch gleich die Badehose an und paddeln über den Atlantik bis direkt vor Bush’s Haustür, nach Florida. Halt, nein, genug gesponnen, zurück zur Prophezeiung. Die besagt nämlich, dass der Russe bis zum Rhein kommt und sich dann in den Rücken fallen lässt. Anschließend wird der Himmel dunkel und drei Tage lang sterben alle Menschen, die vor die Tür gehen. Na toll, ich als Stubenhocker werde die nächste Apokalypse überleben. So war das nicht geplant. Und was sagt die Prophezeiung dann? Wir werden dann die nächsten paar hundert Jahre in Frieden und Eintracht leben in einer hochtechnisierten Welt.

Frag ich mich nur, ob sich die Hellseher da nicht in der Jahreszahl geirrt haben. Denn der Russe stand ja schon mal, zumindest nicht am Rhein, aber mittig in Deutschland. Und danach der technische Aufschwung. Nur das mit dem Frieden, das hat irgendwie bisher nie geklappt. Wird es auch nicht, solange jemand an Waffen verdient. Verdammt, ich habe meinen Beruf verfehlt.

Aber wenn schon Apokalypse, dann bitte erst nach den Festivals, ja? Ein wenig Spaß möchte ich vorher noch haben. Und dann setzte ich mich wieder auf meinen Logenplatz, eine fette Havanna in der Linken und die Flasche Rum in der Rechten und schaue zu, wie die Menschheit zugrunde geht. Also nichts anderes als sonst auch, wie jeden Tag. Wie jeden gottverdammten Tag.

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