Freu dich! DHL!

Warum nur? Achja, es ist Freitag, der „heilige“ Tag der Woche. Der Tag vor dem Wochenende. Vor dem Wochenende, dass das letzte gemütliche sein könnte – weil danach geht der Shopping-Wahnsinn mit fragilem religiösen Hintergrund los.

Das heißt jetzt im übrigen, alles einkaufen, was für die nächste Zeit gebraucht wird, weil danach wird es im Handel ungemütlich. Menschenmassen, die sich durch sämtliche Shops schieben und ihr Weihnachtsgeld zum Fenster rauswerfen für Leute, die sie im Grunde nicht leiden können, wenig leiden können oder leidlich mit ihnen leben. Und wie jedes Jahr lasse ich mich gar mitreißen und stelle mir die Frage, was ich der einzigen Person, die ich halbwegs anständig ausstehen kann zwischendurch, wohl schenken werde: Mir.

Schließlich erwarte ich ein Geschenk von mir. Was praktisches, mit Nutzen und Sinn. Endlich das Bücherregal oder doch einen Küchenschrank? Alle anderen Neu-Anschaffungen sind auf unbestimmte Zeit verschoben, nur diese zwei sind budgetiert und genehmigt. Meine Chefin zu Hause ist aber auch knallhart.

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Ich könnte mich wieder einmal stundenlang aufregen, nur bringt es leider nie etwas, von daher – Wut verrauchen lassen, eine rauchen und wieder einmal Schadensbegrenzung betreiben.Warum? Gute Frage. Wieder einmal ging eine Bestellung zurück an den Absender, weil der Paketbote schlicht zu blöd war und ist, mich zu benachrichtigen, dass ich nicht da war.

Ach waren das noch Zeiten, als man sich noch auf die Post verlasen konnte und solche Fälle die Ausnahme waren statt der Regel. Man könnte es ja auch anders sehen: Cleverer Schachzug vom Unternehmen, zusätzliche Umsätze zu generieren, weil die Ware ist ja schon bezahlt und möchte zu mir. Beziehungsweise möchte ich, dass die Ware zu mir möchte. Also, doppelt Porto zahlen als sauren Apfel oder einen Kleinkrieg beginnen als Schimmelobst? Der letzte Kleinkrieg mit der Nachfolge-Mafia der GEZ war schon teuer genug, Anstrengend genug. Nein, die letzten noch nicht malträtierten Nervenzellen, die ohnehin schon blank liegen, die werden geschont und ich übe mich weiter in Geduld und Lethargie, rege mich nicht auf – obwohl ich jeden verdammten Grund dazu hätte. Das Leben ist ohnehin schon beschissen genug und die Zukunftsaussichten alles andere als rosig. Was soll’s. Schwarz ist meine Farbe und schwarzmalen kann ich besser als andere.

Apropos. Gott, es wäre ein passender Zeitpunkt, die Armageddon-Maschine anzuwerfen. Und komm nicht wieder mit der Ausrede, dass du den Schalter nicht findest. Das ist der große rote Knopf, nicht zu verfehlen. Gib dir endlich mal Mühe.

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Ein Kommentar zu Freu dich! DHL!

  1. Max sagt:

    Nicht mal einen Benachrichtigung hinterlassen? Ist ja echt Kacke. Da hat er nicht mal deinen Briefkasten gefunden? Kommt hier selten vor, da zum Glück der hiesige DHL-Mensch die meisten Leuts kennt, die hier hausen.
    „Gott, es wäre ein passender Zeitpunkt, die Armageddon-Maschine anzuwerfen. “
    Dein Ansinnen wurde erhört. Schon in Gang gesetzt. Fährt hoch und ruckelt noch etwas (leider etwas eingerostet). Hat keine Eile.

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