Abendessen

Warum nicht einmal Hirn? Dann gäbe es einmal mehr Hirn im Magen als an der wichtigeren Stelle. Außer natürlich beim liebsten Anti-Helden der Filmgeschichte, Hannibal Lecter, m.d. Ein Anti-Held ist irgendwie sympatischer als ein Held a la Captain America, der die Lüge des Gebildes Staat repräsentiert. Außenrum menschlich, versteckt barbarisch.

Nicht umsonst war mein Haustier vor 20 Jahren nach Hannibal benannt – das Felltier kaute in der ersten Zeit mit Vorliebe an meinen Zehen herum, die unter der Bettdecke hervorragten. Im Grunde für meine Verehrung dieses Filmcharakters, dieser fiktiven Figur, ein Fauxpas ohnegleichen. Mit einem Tier zu vergleichen, ein Tier danach zu benennen. Doch anders herum – es ist eine fiktive Figur. Mit einer sicherlich nicht unbedeutenden Zahl von Nachahmern, es gibt Menschen, die brauchen sowas. Was das Verständnis für Kultur und Stil angeht, da ist Hannibal abermillionen Menschen weit voraus. Über den Rest ist Schwiegen angesagt.

Dennoch ist es immer wieder ein Vergnügen, sich diesen Film anzusehen. „Hannibal“. Ich frage mich aber immer noch, wo die Gruselelemente sind, wo der Horror ist, wo der ganze Film ein Thriller sein soll. Für mich ist es eher eine gute Dokumentation. Bin ich dafür schon zu abgestumpft? Mitnichten, denn andere Filme fasse ich dafür gar nicht erst an.

trennlinie

rumen-648637_640Abendessen wird heute dafür tatsächlich gekocht. In meiner Küche, die im Grunde doch nur eine Kaffeeküche, Met-Brauerei und Tierfutterstation ist. Ich habe mein Interesse an vergessenen Gerichten wiederentdeckt, harmlos heute mit dem „Schwarzsauer“ begonnen, in Zukunft habe ich mir noch Haggis vorgenommen. Na, wer will mit? Wer hat noch nicht? Wer möchte mal probieren, was vor 100 Jahren noch normal war?

Dieser Beitrag wurde unter Gedankenchaos, Mediales Zeugs, Menschenkrams, Morgendlicher Schwachsinn, Tagespalaver abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen