Met und Miezen

Stunden später oder 15 Flaschen später und eine neue Niedergeschlagenheit, vorerst. Experimente sind dazu da, Fehlschläge eingestehen zu dürfen und Fehler zu erkennen. Sollte man meinen.

Doch wir Köche nennen uns nicht umsonst Halbgötter in Weiß. Wildkräuter im Met, dass muss ich noch genauer auskundschaften, anlesen. Retten kann die ich die 15 Flaschen sicherlich, nachsüßen ist ja kein Problem. Nur wollte ich auf solche Hilfsmittel verzichten. Nun ja, passiert. Ich könnte mich jetzt auch ein wenig tollwütig aufführen und ausrasten deswegen, aber das Feuer ist vor Jahren schon erloschen, der Tiger ist zahnlos geworden.

Dabei waren meine gelegentlichen Wutausbrüche, die ich meist allein ausgelebt hatte, schon fast als legendär zu bezeichnen. Nun reicht es nur nur noch zu einer Faust, mit Schwung auf dem Tisch drapiert und dem Wort Shit, gefolgt von einem resignierenden Schulterzucken. Nicht einmal innerlich … Verdammt, ich bin alt geworden. Oder die Therapie mit Buchstaben und Wörtern hat geholfen. Oder – die Erkenntnis ist gereift, dass solche Ausbrüche nun auch nicht wirklich was bringen. Ich sag’s ja, alt.

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Die Schlagzeilen der nächsten Wochen braucht man nun auch nicht mehr zu lesen. Der O-Ton ist bekannt. Anschläge, Paris, Islam. Geheucheltes Mitleid von vielen, darunter mag auch ehrliches verborgen sein. Mit bleibt für sowas nur ein Kommentar: Die Geister, die ich rief… Und diese Geister haben es in sich. Ich brauch kein Mitleid zu heucheln. Es sind nur die falschen, die immer alles ausbaden müssen. Für mich sind es Fehlschläge, weil es immer nur die falschen trifft. Der Besen kehrt nun überall, nicht nur vor der eigenen Türe …

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