Guten Tag, Tag

Ich melde mich dann auch mal zur Stelle. Unfreiwillig zwar, aber ich bin schon da. Und ich bin bereit für die allmorgendliche Zeremonie, dem hinterherlaufen der Motivation. Im Grunde hab ich dieses Spiel ja schon satt, aber irgendwie kann ich einfach nicht aufgeben. Also Dauerlauf – und wo bin ich wieder gelandet? An der Kaffeemaschine. Gefärbtes Wasser. Tolle Sache.

Nutte I.

Nutte I.

Verfolgt mich doch glatt noch eine Frau dahin, eine rechte hübsche, möchte man meinen. Und sitzt dann dekorativ da. Und nachdem ich wieder auf meinem Thron throne, fällt es mir ein, warum. Futter. Nächstes Mal, wenn ich dran denke, versprochen. Doch wie war das mit den Versprechen, die man nicht halten kann?

Doch das Wort versprechen kommt ja nicht ungefähr von „versprechen“ wie „Versprecher“. Also falsches Wort zur falschen Zeit am falschen Platz. Eine dreifache Negation hebt sich ja nicht wieder auf, oder? Ungerade Zahl und so. Wenn ich Versprechen so gut wie nicht halten kann, bin ich dann zu einer Laufbahn als Politiker befähigt? Das ist eine sehr bewegende Frage, zumindest so früh am Morgen. Und alles, während ich der Motivation hinterher jage. Nun ja, andere jagen ihren Schwanz, das Geld oder andere Dinge. Ich jage mich selbst. Jedem das Seine und mir das Meiste.

Die Motivation habe ich nach Stunden zwar nicht gefunden, dafür aber noch ein Thema, das auf der Seele liegt. Also ran an die Arbeit. Aber erst noch eine Zigarette und einen Kaffee, um die Gehirnverwindungsknoten, kurz Synapsen, in Schwung zu bringen. Um dann 10 Minuten wieder festzustellen, dass ich alles vergessen habe. So wie immer.

Dieser Beitrag wurde unter Gedankenchaos, Morgendlicher Schwachsinn, Nuttenpalaver, Schreiben, Tagespalaver abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen