Provokationen und Tage

Provokationen sind nicht so ganz ohne, man sollte schon wissen, wen man wie provoziert, um nicht am Ende selbst den Kopf zu verlieren. Allerdings würde das bei dem einen oder anderen kaum ins Gewicht fallen.

Ein Tag beginnt üblicherweise damit, dass er beginnt, meistens jedoch erst beim aufstehen. Meistens ist das aber viel zu früh für einen Tagesbeginn. Das bringt die ganze zeitliche Kausalität durcheinander und E=mc im Quadrat wird dann hinfällig. Verdammt. So lautet dann das morgendliche Zwiegespräch mit dem Spiegelbild in etwa wie folgt:

Ich bin ich. Wer ist ich? Wenn ich das wüsste. Du weißt nicht wer du bist? Wenn ich nicht wüsste, wer ich bin, dann müsste ich mir um mich wirklich Gedanken machen. Allerdings, ich bin einfach nur ich. Na hoffentlich, wenn du nicht du wärst, dann wäre ich ja noch du und du wärst ich – und das wäre ja fürchterlich. Also bist du einfach nur du und ich bin ich. Sag ich doch. Gut, dass ich das mit mir und dir geklärt habe, nur um Missverständnissen vorzubeugen.

Allerdings möchte ich manchmal nicht ich sein sondern lieber du. Aber dann müsste ich ja auch du sein, ich will aber ich bleiben. Bist du dir da sicher? Jetzt bin ich verwirrt…

Will ich so sein, wie ich bin? Weiß ich nicht. Bin ich so wie ich sein will? Weiß ich auch nicht. Was weißt du überhaupt? In bezug auf mich bin ich unwissend, weiss aber, dass ich viel weiss, nur nicht über mich. Ich mag mich ja, wirklich, aber irgendwie auch überhaupt nicht. Ach was weiß ich.

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Mal ehrlich, so ist doch schon der ganze Tag gelaufen, bevor er auch nur richtig begonnen hat. Mir laufen ganz einfach täglich die Tage davon. Ein Paradoxon. Nein, nicht. Doch. Hast du soviel Zeit, um über die Zeit nachzudenken?

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