Absit omen.

„Fern sei ein böses Vorzeichen.“ – Möge sich die Vorahnung nicht bestätigen. Dürfte dann auch eher Wunschdenken sein oder auch viel zu spät. Ein böses Vorzeichen ist schon da: das leere Konto. Weit vor dem Monatsanfang, so wie sich das schließlich auch gehört. Zu den weiteren Vorzeichen gehört, dass ich sich kanadische Moderaten nicht nur über das Gemärgel lustig machen – das ist soweit ja noch verständlich, mache ich ja auch. Aber über uns Unterdrückte, die wir zu faul sind dagegen anzukämpfen, da hat er schon einen wunden Punkt getroffen.

Lustigerdings hat mich gestern der Hausmeister von dem Objekt, in dem ich schaffend tätig bin, darauf angesprochen. Eigentlich jemand, der im „gemachten Nest“ sitzt, wirklich nichts mehr auszustehen hat und nur noch auf seinen Happen von der Rente wartet, was nicht mehr lange hin ist. Das der die meisten meiner Ansichten teilt als typischer Familienvater, na schau mal guck. Das etwas gewaltig schief läuft im Staate. Nichtsdestotrotz gilt für mich die eiserne Regel: Arbeit ist Arbeit und Privatleben ist Privatleben. Ergo blocke ich solche Unterhaltungen dorterdings schon aus Prinzip ab. Auch die mit meinem Chef, die schon in die gleiche Richtung zielen. Nein, Arbeit bleibt Arbeit. Allein schon mein Beruf, in dem ich schon gegen viele Überzeugungen verstoße. Aber das ist dann wohl eine Eigenheit der Zwillinge, der Menschen mit den zwei Gesichtern.

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Morgens mit der Flasche Met in der Hand aufzuwachen – naja, nicht in der Hand, aber immerhin in Griffweite. Und viel ist ja wirklich nicht daraus entwichen. Ich werde alt. Aber ich habe der Flasche versprochen, dass sie sich nicht den ganzen Tag mit vollem Bauch durch diesen quälen muss. Ich werde ihr helfen und sie entleeren, das ist meine oberste Bürgerpflicht. Könnte ja noch sein, dass sie unter die Menschen kommt und das wäre wirklich nicht zu verantworten. Doch erstmal muss der Kreislauf mithilfe von anderen Nervengiften in Schwung kommen.

Dann ist ja noch die Glaubenskrise. Ich glaube nämlich, dass mein bester Met, der Früchtemet, dieses Wochenende nicht überlebt. Verdammt aber auch. Das wird sich zu einer Krise auswirken, wenn andere davon nicht kosten dürfen, die es verdient hätten. Aber zwischen verdient haben und es tatsächlich bekommen besteht ja ein gigantischer Unterschied. Mahlzeit und Prost!

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