Erkenntnisse, morgens und abends

Ich bin viel zu müde, um wach zu sein. Ist ja auch irgendwie logisch. Genauso wie: Ich bin viel zu hungrig, um satt zu sein. Aber die frühe Erkenntnis schlägt doch alles: Früh morgens ist es zu dunkel, um aufzustehen. Da steckt doch Logik drin, die unschlagbar ist. Und doch treibt es, nicht die senile Bettflucht, sondern der verfluchte Wecker und das Wissen, das meine Kraft heute benötigt wird. Hab aber keine, und nun?

Eine Kollegin hatte letztens die bahnbrechende Erkenntnis, das Rauchen wohl ungesund ist. Hab auch fleißig applaudiert. War voll des Lobes. Hab auch gleich eingeworfen, dass solche Erkenntnisse auch ungesund sein können. Hat sie ebenfalls nicht verstanden, macht aber nix, ich nämlich auch nicht…

Ich knabbere ja noch an der ersten Erkenntnis, das es viel zu früh ist zum aufstehen. Damit hat man morgens schon eine Weile zu kämpfen. Im Grunde den ganzen Tag. Und wenn man dann abends müde ins Bett fällt, löst die nächste Erkenntnis, die zweite für den Tag, die erste ab: es ist viel zu früh zum schlafen. Sonst muss man wieder früh aufstehen. Aber zu spät, es liegt. Elvis ist gelandet. Schafft noch den Vorspann des Films, um dann irgendwo zu verschwinden und am nächsten Morgen mit dem gleichem Stand aufzustehen wie den Morgen davor: Es ist viel zu früh, um wirklich wach zu sein. Ein Teufelskreis.

Der Teufel hat es aber auch nicht leicht, so viele Kreise ziehen zu müssen. Vor allem aber ist ja der Spruch bei mir mit idem ins Bett fallen so dermaßen deplatziert. Habs ja probiert, ging aber irgendwie schief. Ich weiß auch nicht warum, hab aber die Befürchtung, das es am Hochbett liegen könnte…

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