Ein Ende mit Schrecken

Wenn man manche Namen liest, kommt schon das blanke Grausen daher und beschert die Alpträume, die man nicht geträumt hatte. Die Troika des Schreckens in Form von Katzenberger, Wittler und Cordalis. In einem einzigen Satz. Da kommt doch schlicht und einfach das Gefühl auf, schreiend mit einer Kettensäge zu diversen Redaktionen oder Studios zu laufen und dem Schrecken des Tages ein Ende zu bereiten. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Amen.

Da kommt doch glatt wieder der Satz in den Sinn aus dem schon fast vergessenen Kinderfernsehen längst vergangener Tage: Ich bin der Schrecken, der die Nacht durchflattert. Ach waren das noch Zeiten. Heute ist es der Schrecken, der die Medien durchflattert, bei helllichtem Tage, völlig ungeniert in Form fehlender Hirnzellen. Das hirnfreie Medienformat scheint insofern seine Daseinsberechtigung zu haben, da es anscheinend noch konsumiert wird und in breiter Öffentlichkeit ausdiskutiert. Und zwar, wie hohl es doch ist. Und das große Problem daran ist, je mehr man sich müht und bemüht, diesem Schrecken zu entfleuchen, dieser doch immer schneller ist und einen einholt, bevor man sich des allgegenwärtigen Alptraums überhaupt gewahr wird.

Der Schrecken, der die Nacht durchflattert – das hatte wenigstens noch den Hauch von Entertainment. auch wenn es anscheinend einigen heute Entwachsenen und Verwachsenen doch irgendwie geschadet haben muss. Schmerzlich vermisst. die heutige Jugend erfreut sich eher an utopisch anmutenden Geistern und Superhelden des Surrealismus – als wenn Darkwing Duck jemals realistischer gewesen wäre. Dafür waren wir selbst noch Helden, zumindest unserer Zeit. Meist gegenseitig als Doppel-D betitelt.

zen-865209_640Doppel-D? Nein, nicht die aufgeblasene Körbchengröße, denen etliche Vertreter der menschlichen Gier und Doppelmoral hintersabbern, die sonst ihre kleine Größe damit kompensieren wollen, obwohl sie damit auch dem Doppel-D gleich fanatisch doppelt fröhnen. Doppel-D steht hier in erster Linie für doppelt doof, eine gängige Floskel einer Jugend, die selbst nicht wahrhaben will, das Jugend nicht bis fünfzig gültig ist. Dafür gibt es heute die Opfer. Jeder ist ein Opfer, die meisten sind es aufgrund ihres Konsums gewissen Medien. Ich winke in die Richtung gerne mit den drei Buchstaben L, R und T, nicht zwingend in der alphabetisch richtigen Reihenfolge. Nur muss das gleich jedem in das Ohr gebrüllt oder ins Auge geworfen werden? Der Amokläufer geht doch auch nicht auf die Strasse und sagt: Ey, du Opfer – um danach genüsslich loszuballern.

Ganz wie es uns die Filmindustrie erklären möchte, bei der jeder Bösewicht erst einmal eine stundenlange Erklärung von sich gibt, warum er jenes tut, um als Bösewicht durchzugehen. Um am Ende doch zu unterliegen. So sind sie dann selbst die Opfer, nicht nur die ihrer Opfer, sondern auch als dämliche Idioten hingestellt, die sie doch im Grunde nicht waren.

Auweia. Man sollte am Morgen wirklich nicht anfangen, über die Medien und ihre Auswüchse nachzudenken…

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