Versprechungen und Aufrufe

Letztes Jahr gab es die große Ankündigung, aus dem Musikgeschäft auszusteigen und noch immer steht der Graf von Unheilig auf der Bühne. Mehr Zeit für sich und die Familie. Doch verbringt er trotzdem mehr Zeit für sich und sein Geld auf der Bühne. Das scheint wohl die Masche der Stars zu sein, um mehr ins Gespräch zu kommen. Mehr Tonträger zu verkaufen. Irgendwie tun sie mir schon leid. Aber nur ganz wenig.

Gab es da nicht das Sprichwort „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“? Wenn ich danach verfahren dürfte, dürfte ich dem Grafen nie wieder etwas glauben, egal was er spricht. Immerhin kann sich ja ein eingefleischter Fan einreden, er tut es für die Fans. Ganz genau. Hehre Absichten?  Und das in einer Welt, in der jeder nur an sich denkt? Die Wolken sind bunt und der Himmel rosa …. Kann mal jemand den Vogel von der Bühne ziehen? Schließlich hatte er es doch selbst angekündigt.

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Dann wird noch in einer Kleiderkammer für Flüchtlinge dazu aufgerufen, Sachen zu spenden, bei der Sortierung zu helfen und Chefs werden aufgefordert, Mitarbeiter zu entsenden. Finde ich nun wirklich auch sehr realitätsnah. Vor allem letzteres. In einer Zeit, in der die Mitarbeiter für drei arbeiten dürfen und das Pensum übelst gestiegen ist. Es nicht einmal möglich ist, Mehrarbeit abzubauen – nicht einmal ein klitzekleines Stündchen? Und eher noch mehr Überstunden gemacht werden, um wenigstens das Nötigste zu schaffen? Autschn. Welche Firma in der heutigen Zeit kann sich das erlauben? Ich hätte da einen Gegenvorschlag, einen realistischen: Wie wäre, es die Flüchtlinge dafür heranzuziehen, wenn sie eh schon den ganzen Tag im Heim hocken? Leute, die nun wirklich Zeit haben, bis über ihr Schicksal entschieden wird? Da könnten sie nicht nur was sinnvolles tun, sondern auch etwas sich selbst helfen. Fände ich jetzt auch nicht wirklich so dramatisch, dafür aber ungemein realistisch.

Schließlich sind wir Werktätigen damit beschäftigt, die Steuern und Sozialbeiträge zu erarbeiten, von denen sie eine Zeit lang leben. Und das gerne auch mal 12 Stunden täglich, ohne eigene Freizeit. Nicht immer, aber immerhin sehr oft.

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Nein, schon unglaublich was für Dinge man zur Zeit so liest, zwangsweise. Man will es ja nicht, aber irgendwie wird es einem um die Augen gefleddert, von allen Seiten. Aber he, wir sind ja nicht sozial. Wir sollen ja allen Menschen auf der Welt helfen. Vielleicht sollten mal diejenigen helfen, die die Ressourcen dafür haben in Form von Zeit und Geld. Ich helfe ja auch gern, bin überaus sozial – obwohl mir staatliche Stellen mal etwas gegenteiliges bescheinigt haben. Aber ich helfe im Rahmen meiner Möglichkeiten und so vielen, wie es mir möglich ist. Und wenn es eine Übernachtung oder mehrere bei mir sind, um hier im Ort auf Stellensuche zu gehen ….

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