Tagespalaver VI.

Nebelschwaden ziehen durch die Strassen, die menschenleer vor mir liegen. Die Stadt, die niemals schläft strahlt eine gespenstische Ruhe aus. Nur an der Ubahn-station glotzt mich so ein komisches Individuum an. Ach klar, die sind es ja nicht gewohnt, dass ein Anzugträger schon weit vor dem Aufstehen durch die Stadt schlendert.

Leute zu verwirren macht Laune, vor allem mit solch einfachen Dingen. Das war zwar nicht der Grund für den ungewöhnlichen morgendlichen Aufzug, aber ein interessanter Nebeneffekt. Und manche blöd drein blinkende Gesichter sind die Sache allein schon und allemal wert. Seltsame Blicke im frühmorgendlichen Nebel passend zu den seltsamen Gesichtern.

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Doch das war gestern. Heute ist Standard angesagt. Das schlimmste, was an den Tagen des ewigen Frühdienstes passieren kann, ist abends nicht einzuschlafen. Hundemüde und doch putzwach. Verdammt, ich weiß doch, dass ich ein Zwilling bin, aber doch nicht so. Muss absolut nicht sein, tut nicht gut. Weder körperlich noch seelisch. Eine Woche noch, das schaffe ich, ich kann das. Dafür liegt aber alles andere erst einmal auf Eis. Geht nicht anders.

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