Der Sommer und die Löcher

Man tritt irgendwie auf der Stelle und tapst dann in winzig-kleinen Schritten voran, um wieder stehen zu bleiben und zu warten, dass etwas passiert. Im Grunde wäre es die Zeit für eine Art Urlaub mit Erholung oder so…

Jeder Trottel macht im Sommer Urlaub. Gut, dass ich nicht jeder Trottel bin. Selbstnörgelnd, dass ich auch mal Urlaub brauche. Wird mal Zeit, aber nicht mehr lange, dann gibt es ein paar Tage …

Hab grade den Wecker erschlagen… Bin ich jetzt ein Mörder? Naja, es ist Montag früh, ich bin weiter vor dem Wecker wach und der Kaffeebecher hat auch irgendwie ein Loch. Der Sommer und die Löcher. Löcher im Geschehen, Löcher im Becher und anscheinend auch irgendwie im Kopf. Werde mal versuchen, letzteres mit einer Tablette zu füllen, um die Bohrmaschine zum schweigen zu bringen.

Memo an mich: Nächsten Sommer auswandern zur Arktis. Das steigert sich hier langsam zur Unerträglichkeit. Optimistisch rangehen und eine positive Note suchen? Ähm was? Kenn ich nicht. Verstehe ich nicht. Will ich auch gar nicht. Realistisch bleiben und das ganze weit entfernt von der mystischen Seite betrachten. Ja genau, das ist es. Passt zusammen wie Pech und Schwefel, nämlich perfekt.

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So ein Sommerloch wäre ja ein passender Zeitpunkt für einen Krieg. Bekommt eh keiner mit, weil alle in irgendwelchen Löchern sommerlicher Art sich versteckt halten. Die Medien kramen nach irgendwelchen Schnulzen, um ihrer, ähm, *hust*, Aufgabe nachzukommen und übersehen dabei die offensichtlichen Dinge. Ich übrigens auch. Das Amüsement für den Tag besteht darin, sich die neuesten Schlagzeilen von der BLÖD anzusehen, um einen Grund zu haben, den Kopf auf den Tisch zu hauen.

Als wenn die Menschheit in ihrer Abartigkeit nicht dafür schon genug Gründe liefern würde. Aber mit der BLÖD kommt es besser, da ist auf jeden Fall ein Grund dabei. Dass es immer noch Leute gibt, die so hirnverbrannt sind und so etwas lesen – eigentlich sollte es mich nicht wundern. Es ist die Zeitung für die Abgründe der menschlichen Seele. Seele. Als wenn nicht schon jeder seine für irgendwelchen Mist verkauft hätte.

So sitze ich hier nun und lausche dem morgendlichen Konzert aller Wecker, die ich im Normalfall überhöre in den Abgründen meines Schlafes, dem todesähnlichen Zustand, aus dem mich weder Nutte noch Wecker holen können. Um dann eine Weile Motivation und Elan zu suchen, die sich schon wieder versteckt halten…

Morgääähn!

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