Tagespalaver II.

Es sind diese Tage. Diese Tage, die man getrost aus dem Kalender streichen kann. Diese Tage, die zwar recht normal, ja fast schon fröhlich begonnen haben und im Desaster endeten. Chaos pur – vorm Feierabend. Damit verbunden eine Stinklaune, die sich breit gemacht hat.

Die Urheber dieser Laune können sich glücklich schätzen, zum Zeitpunkt der Offenbarung nicht am Ort des Geschehens gewesen zu sein. Hinzu kommt die drückende Hitze, die aufs Gemüt schlägt. Wann wird’s endlich weder Winter? Ich hab den Sommer nie gewollt … Bleibt doch nur das Auswandern gen Nordpol.

Das ist dann so ein Tag, an dem man sich mit einem Buch in der Ecke verkriecht und alle Vorhaben gewesen sein lässt. Und dann kommt noch der Anruf „kommst du mit ins Kino?“ –  da möchte man am liebsten Menschen weh tun, egal ob man sie mag. Nein, ich konnte mich noch zurückhalten.

Und all das beginnt, begann – mit einer kurzen Nachricht und einer an sich unschuldigen Frage. Ein Frage, bei der sich der Stellende überhaupt nicht bewusst sein konnte, dass die Antwort darauf meine gesamte Planung für die nächsten 8 Wochen über den Haufen werfen kann. Nicht nur die Antwort, aber die Folgen des darauffolgenden Handelns. Und dann allein fehlt schon nicht mehr viel bis zum seelischen Kollaps.

Es ist Feierabend. Das Buch ruft und die Gedanken wollen verdrängt werden. Was passiert, liegt eh in der Zukunft und das Glas Met in Verbindung mit Pfeife und Auskotzerei an dieser Stelle hat schon geholfen. Ein wenig, denn der Ärger bleibt über die Menschen, die sich der Folgen ihres Tun und Handelns für andere nicht bewusst sind.

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