Sic transit gloria mundi

Tröööt, tröööt, beeep, beep … Ja verdammt, ich bin doch schon wach. Das morgendliche Konzert hat seine Wirkung diesmal nicht verfehlt, doch schon den 4. Wecker habe ich erhört in meinem todesähnlichen Schlaf. Nicht schlecht für einen Montag. Sonst wartet mein Unterselbst eigentlich immer auf den Abspann, den letzten Wecker, um mich dann in Panik hochschrecken zu lassen.

Morgendliche Panik? Nicht mit mir. Das Unterselbst kann mich noch so foppen wie es will, mittlerweile springe ich auf morgendlichen Stress wegen verschlafen nicht mehr an. Da wird noch in Ruhe wenigstens der eine Kaffee eingesaugt, wenn der Morgen nicht zu weit fortgeschritten ist. Dennoch ist es übel, nicht einschlafen zu können und dann morgens nicht wach zu werden.

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Irgendwie kommt es mir vor, als wenn ich auf der Stelle trete, nicht vorwärts komme und stattdessen immer wieder einen kleinen Schritt zurücktrete, obwohl sich dieses Jahr einiges verändert hat. Einiges zum positiven, einiges zum negativen.

Klar, beruflich bin ich nun endlich den Schritt vorwärts gekommen und habe quasi mein Ziel erreicht. Büro, die rechte Hand des Chefs und trotzdem hab ich gefühlt mehr Arbeit als zuvor, obwohl ich die Küche verlassen habe, die ich nun doch öfters betreten muss als ich es mir wünschen würde. Ja, die Umstände. Die ewig langen Ausfälle von Kollegen, die ich nicht nachvollziehen kann. Die Nachteile eines großen Unternehmens, wenn das Personal nicht einfach so mal ausgetauscht werden kann, wenn es nicht mehr rund läuft.

Doch nun geht sowieso erst einmal die Urlaubszeit los und damit die Geschichte, stets und immer wieder andere vertreten zu müssen. Alles zu können kann manchmal ein großer Nachteil sein. Die Nichtskönner sind schlau genug, nicht alles zu  können. Zumindest es nicht offen zuzugeben. Da kann auch ein Stillstand sein, birgt aber auch immense Vorteile den Idioten gegenüber, die immer alles machen. Alles können. Verdammt bin ich ein Idiot. Aber der Fleiß wurde mir damals eingetrichtert und die Fehler meiner Vergangenheit haben mich gezwungen, diesen zu leben.

Zumindest sorgt nun die arbeitszeitliche Begrenzung von Überstunden dafür, mehr Freizeit zu haben und den Gedanken nach zu hängen, denen ich nicht nachhängen will. Ein Teufelskreis.

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