Schlechte Zeiten, gute Zeiten

Es gibt gute Tage, wenn auch selten und es gibt schlechte Tage, viel zu oft. Wenn man die guten Tage nicht im Kalender ankreuzen würde, würde man sich ihrer kaum erinnern.

Wenn einem soviel gutes widerfährt, dann ist das einen PIEEEEP uralt wert. Ja, die Sprüche aus der Werbung, als man noch regelmäßig ferngesehen hat, haben sich fest eingeprägt, auch wenn ungewollt. Und bei der passenden Gelegenheit kommen sie wieder hervor. Den PIEEEEP uralt habe ich dennoch sein gelassen. So weit funktioniert die Werbung bei mir doch nicht ganz.

Der Blick aufs Konto gutes offenbart, wenn man als Absender das Finanzamt gewahrt. Überraschend in der Hinsicht war nicht die Steuer – Rückerstattung, sondern eher die Höhe dieser. Doppelt als veranschlagt, das hat schon was. Mehr als erhofft, weniger als verdient. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und so nehmen wir das Ganze dankend und wohlwollend an. Trotzdem werde ich weiter auf den Regierungen nicht nur verbal, sondern auch textlich rumhacken. Man will ja schließlich seinen Spaß im Leben haben. Und verdient haben die das allemal.

Dennoch. Auch wenn dieses Jahr bisher kein schlechtes war und ich finanziell zwar nicht reichlich ausgestattet,  so zumindest aber fest im Sattel sitze. Nur um mich herum macht sich die Negativität breit. Arbeitslosigkeit im Freundeskreis, im engeren. Nicht nur einfach, auch mehrfach. Da drängt sich pauschal die Frage auf: muss es mir schlecht gehn, damit es anderen besser geht? Denn jedes mal war es genau andersrum.

Es ist gar nicht so weit hergeholt. Die Natur verabscheut ein Ungleichgewicht. Wenn es einem gut geht, muss ein anderer dafür leiden. Fressen und gefressen werden, Sieger oder Besiegter sein. Schöne Gedanken morgendlicher Natur. Ein Ausgleich ist immer vonnöten, doch warum trifft es dabei immer die falschen? Weil auch das eine Gesetzmäßigkeit ist. Leider. Es kann nicht nur Sieger geben. Auch wenn man persönlich schon eine Art schlechtes Gewissen dadurch bekommt, auch wider besseren Wissens.

Mit einem guten Gefühl und einem soliden Kontostand, also ohne dass am Ende des Geldes noch zuviel Monat über ist, da ist auch der Ritt zur Sklaverei, ähm,  Arbeit auch mit einer ganz anderen Motivation verbunden.

(morgendliche Bahntipperei)

Dieser Beitrag wurde unter arbeitstäglicher Schwachsinn, Erlebtes, Gedankenchaos, Menschenkrams, Morgendlicher Schwachsinn, Tagespalaver abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen