Tag vor dem Abend

Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: Sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze. (Friedrich Nietzsche)

Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben, aber in Aussicht steht ein frühzeitiger Feierabend und ausgeschlafen aufzuwachen ist auch nicht ohne. Nicht dass ich wach wäre, oder gar munter. Zumindest bin ich heute zur Abwechslung mal pünktlich wach geworden. Nach der Berg- und Talfahrt der letzten Tage doch mal was Besonderes – soll vorkommen.

Nur fürchte ich mich noch davor, in den Porzellan-Salon zu marschieren – da guckt mich immer so ein schrecklicher Typ aus den Glasscheiben an. Jeden Morgen – fürchterlich. Da kann der Tag, nein, heute wird alles gut. Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, wenn ich mir das oft genug einrede, dass es dann auch was wird. Es könnte ja schlechter werden …. oder sein.

Apropos Sein. Sein oder nicht sein, das ist die morgendliche Frage um diese Zeit. Und ohne einen Kaffee verweigere ich jegliche Aussage dazu. Übrigens, wir haben Ende Juni, Ostern und Pfingsten sind schon lange vorbei, es wird verdammt noch mal Zeit, an Weihnachten zu denken! Wo sind die verfluchten Lebkuchen in den Geschäften? Wo ist die Weihnachtsdeko? Mir ist grad weihnachtlich zumute! Jahreswechsel wäre auch nicht schlecht, nehm ich auch. Prost, ich geh mich jetzt erschrecken …

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