Tagespalaver I.

Es ist doch ein schönes Gefühl, nach hause zu kommen und zu wissen: Da ist jemand, der einen erwartet, sich freut, wenn du da bist. Und gierig in die Küche trabst, um das allabendliche Leckerli einzufordern. Das reicht dann auch an erträglichen Liebesbezeigungen, mehr muss nun wirklich nicht sein.

2000 Wörter per Tag. Und das bei dem Dilemma, ständig die Buchstaben zu verwechbuchseln, Leerzeichen zu setzen, und zwar grundsätzlich nach dem ersten Buchstaben des Wortes statt zwischen die Wörter – wer soll denn bei lauter Korrekturen noch vernünftig zum Schreiben kommen und selbst gesteckte Ziele verwirklichen?

Und dann das Stück Fell, das um Aufmerksamkeit bettelt, wenn man eigentlich mal 5 Minütchen Ruhe braucht, um .. Was sabbel ich da eigentlich? Wo ich doch gerade festgestellt habe, dass die ganze Kücheneinrichtung doch nur purer Luxus ist, den man nicht braucht. Im Grunde reicht doch die Feuerstelle mit Kessel und großem Löffel. Und nicht einmal die würde ich nutzen, solange die Kaffeemaschine daneben thront in all ihrer Pracht und Herrlichkeit. Wo ist das Kind, dass mir meinen Kaffee bringt. Doch was falsch gemacht im Leben? Doch wenn der Gedanke erst einmal zu Ende gedacht ist, also der mit dem Gör – bloß gut, dass ich die Ausführung des Gedankens auf den Skt. Nimmerleins-Tag verschoben habe. Der Blick in den Kalender und es herrscht wieder Entspannung – den Tag erleb ich nicht mehr.

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Manchmal muss man ja wieder Kind sein und sich so benehmen. Da schließe ich aber nicht die Verhaltensweise ein: Der war es, der hat jenes zuerst getan oder Wenn du das kannst, dann mach ich das auch. Furchtbar, wie manche Erwachsene so durch den Tag trampeln, da könnte man Amok laufen. Aber irgendwie lässt mich das alles irgendwie nur noch kalt. Es scheint, dass das tägliche Tastengeklimper ausreicht, um eine gewisse Grundruhe in den Arbeitsalltag zu bringen, sich nicht mehr über alles aufregen zu müssen.

Winke winke, Herzinfarkt. Auf die Art nicht mehr.

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