Preiset den Herrn?

Also verleih dem Herrn einen Preis. Nein, nicht sowas einfältiges wie 08/15. Das wäre zu einfach und ausserdem nicht zu bezahlen. Und überhaupt, wie kann man einen Herrn bezahlen? Wir sind hier doch nicht in der Verleih-Station für Callboys. So schon mal gar nicht. Hundewelpen, Hundewelpen….

Was haben sich die Schreiber der Bibel eigentlich bei ihren Sprüchen gedacht? Manches mal möchte man meinen, das sie dabei nichts gedacht haben, sondern eher in ihrer Trance gefangen waren, während sie zuviel Weihrauch geschnüffelt haben und völlig benebelt vom Geläut der Glocken. Starrer Blick auf den Busen der Frauen, die unantastbar waren. Kennt man ja von den Priestern heute. Nimm was du kriegen kannst und gib nichts wieder zurück. Amen.

Eher kannten die Ungläubigen damals ja keine Zweideutigkeiten. Das wäre für die Verfechter des alten Glaubens damals ja ein gefundenes Fressen gewesen: Preiset den Herrn. Sagt ja nicht mehr aus als: Jeder ist käuflich (sofern der Preis stimmt). Also, was ist Gott uns wert? Was ist er dir wert, was mir?

Fragen, die die Welt nicht braucht. Scheiss doch auf die Käuflichkeit von Gott oder jedem x-beliebigen Herrn von wo auch immer, wann auch immer. Aber das Bild hat sich in den Synapsen eingebrannt: Gott, mit einem Preisschild auf der Stirn, in der Hand das Schild >Sonderangebot<. Es ist schön, Atheist oder Agnostiker zu sein.

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Preiset den Tag. Ok, ich nehme dann den negativen Wert, ich hätte gern mein Geld zurück. 9 Stunden später hat sich an der Auffassung nichts geändert. Eher bestätigt. Gibt es noch eine Steigerung von absolute Scheiße? Aber gut, man kann sich die Laune noch etwas hochschrauben, in dem man Nachbarn mit mittelalterlicher Musik ärgert. So ein wenig AC/DC am Abend mit ordentlich Dezibel und schon ist die Sache geritzt.

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