Ja doch, bin doch schon wach ….

Glaub ich. Wecker, halt die Fresse. Gute Nacht. Halt stop, nicht wieder hinlegen … Wo ist denn die Moral wieder hin? Achso, ja, die liegt noch im Keller. Kann da bleiben …

Kurzes Nächtle. Kommt davon, wenn man abends irgendwo in der Stadt rum stromert. Alte Bekannte treffen und so. Man könnte ja auch mal junge Bekannte treffen, wenn man welche hätte. Braucht man aber auch nicht. I don’t speak human …

Je älter man wird, desto länger braucht man morgens um in Fahrt zu kommen. 3 Kaffee später, 4 Kippen … Wird eindeutig Zeit für einen Urlaub. Aber nein, zur Zeit stehen wieder die ganzen Feiern an. Jubiläen und der ganze Kram. Oder Verabschiedungen. Wie, sie gehen in Rente? Schön dass sie gehen. Noch schöner wäre sofort.

Was soll’s. Wir brauchen ja den Umsatz. Verdammt, warum muss alles immer so umsatzfixiert sein. Aber genug der Arbeit, davon gibt es bei persönlichen Treffen ja auch immer genug. Geschwafel über Arbeit. Wie gehts es Dir? Ach ja, viel zu tun, viel Arbeit. Ach, und dann haben sie letztens ein neues Gerät geliefert. Ja Gerät, auf Arbeit. Ahja. Wir verbringen ja noch nicht genug Zeit dort, da müssen wir in der Freizeit noch ausführlich darüber reden. Gut, das heißt dann auskotzen, irgendwie. Mal jemanden sein Leid klagen, der es noch nicht täglich gehört oder gelesen hat.

Aber wen wundert es – wenn der Großteil des Lebens eben in der Firma verbracht hat. Worüber soll man sonst auch reden? Man kennt ja nichts anderes als die Arbeit. Gut, es gibt eben auch Leute, bei denen ist es anders. – Moment, jetzt ist erst einmal noch ein Käffchen dran …

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Kritiker sind wie Lakaien vor der Saaltür bei einem Hofball: Sie können schlechtgekleidete und unberechtigte Leute abweisen und gute einlassen, aber sie selbst, die Türsteher, dürfen nicht hinein.
(Heinrich Heine)

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