Planlos durch den Tag

Man kann sich vornehmen was man auch immer will, irgendwie kommt es doch sowieso anders. Ja, ich weiß, ein alter Hut. Aber alte Hüte schmecken nun mal am besten …

Am nützlichsten ist es doch sowieso, zwar mit etwas Planung sich an die grobe Richtung zu halten, aber den Rest planlos runter zu leiern. Alles andere macht keinen Sinn. Schon das Kleinste Ding und die ganze Planung ist futsch. Furchtbar für einen Menschen, der gern alles unter seiner Kontrolle hat. Kontrollzwang nennt man das. Aber was will man schon als Einzelkämpfer machen? Sich auf andere zu verlassen, da ist man doch verlassen. Das hat man schon aus dem Leben gelernt.

Wenn etwas richtig und gut werden soll, dann mach es selbst. Selbst bei mir in der Küche ist es so. Man kann sich mit den Kollegen absprechen wie man will, ein ordentliches Ergebnis gibt es nur, wenn man es selbst macht. Und im Büro sowieso. Glaubt man ja nicht, dass irgendetwas so ordentlich erledigt wird, wie man es von mir gewohnt ist, wenn ich nicht da bin. Kein Wunder, wenn man stets mit gemischten Gefühlen in den Urlaub latscht in der Erwartung, bei der Wiederkehr stets das Chaos vorzufinden, was erwartet wurde. Wie schön, dass Erwartungen in dieser Richtung nie enttäuscht werden.

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Es wird mal wieder Zeit für eine Entrümpelungsaktion. Nachdem nun letztens 10 Jahre des Lebens in Form von toten, zerschredderten und geklebten Bäumen in die Tonne gewandert ist bzw sich hat wandern lassen, sollte der restliche Plunder in Augenschein genommen werden.

Mein erster alleiniger Umzug bestand aus 2 Reisetaschen – heute könnte ich 2 18-Tonner beladen. Diese verfluchte Mentalität des Jägers und Sammlers, die uns damals als Kinder der Wir-haben-nicht-viel-brauchen-aber-alles-Gesellschaft stets begleitet hat, abzulegen ist schwer. Jenes könnte man ja noch einmal gebrauchen. Könnte. Mit einer Wahrscheinlichkeit, die im Vergleich durchaus sich mit der des Sechsers im Lotto messen kann. Kommt Messie von messen? Die Kubikmeter-Zahl des gesammelten Hortes? Das wäre doch sehr vermessen. Doch jeder weiß, dass überall, wo der gedankliche Stempel „Das könnte ich nochmal brauchen“ drauf klebt, ein gewisser Bestandsschutz der gedanklichen Barriere herrscht. Mahlzeit.

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