Na die Umsätze möcht ich mal mitnehmen

Wurde mir heute so an den Kopf geworfen in einem Gespräch über die Imbißbuden an der Mö. Klar, die verkaufen da Massen an Würsten und, die sind zudem auch noch lecker, die guten von Salzbrenner. Und der Standort ist wirklich so optimal, vor allem, seit dem ein Burgerladen in der Nachbarschaft zu gemacht hat. Aber.

Ja, das große Aber. Die Leute vergessen zu schnell, das hohe Umsätze auch mit hohen Kosten verbunden sind. Viel Umsatz heißt auch viel Personal. Sollte es zumindest heißen. Platzmiete, Energie, Instandhaltung – daran denkt kaum jemand. Die Personal- und die Betriebsnebenkosten, wie es so schön in der Gastronomie betitelt wird, sind die Kosten, die den Gewinn nur so auffressen. Und als Gegenargument kommt dann meist: Du arbeitest ja nicht da, du kannst das gar nicht wissen.

Kann ich auch nicht. aber ich kann vergleichen. Das ich in der mehr oder eher weniger glücklichen Lage bin, in unserem „Laden“ die Rechnungen und Erlöse zu buchen, sehe ich schon, was unterm Strich übrig bleibt. Und so etwas schnell auf einen Kiosk hochzurechnen ist absolut nicht schwer. Oh, mea Culpa, Imbiß natürlich – der war gemeint.

Das ist die Crux unserer heutigen Gesellschaft. Die Menschen haben kein Gefühl mehr für Geld. Sehen die hohen Preise und meckern darüber – aber das Produktion meist auch mit Kosten verbunden ist, daran denken die Wenigsten.

„sie können mir ja mehr Guthaben auf die Karte laden.“ Klar könnte ich das – nur komme ich für die Differenz in meiner Verantwortlichkeit selber auf. Und nach diesen Worten war ganz schnell Ruhe. Das wollte die Dame mir dann doch nicht zumuten. Sehr erfreulich. Hab mich auch artig bedankt für dieses Statement. Ähnliche Antworten kommen sehr gern auf ähnlich gestellte Fragen wie „Gibts das heute gratis?“ – schauerlich, dass die Leute meinen, das Essen wächst auf den Bäumen und kommt bei Bedarf zugeflogen…

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