Testimonium paupertatis

Viele Menschen gehen gern mit ihrer Intelligenz hausieren und verweisen darauf, wie schlau sie sind. Damit ist nicht die beiläufige Erwähnung in einem Gespräch mit dem Thema gemeint, sondern die explicite Erwähnung, wenn besagte Person sich angegriffen fühlt. Es ist immer wieder ein Heidenspass zu erleben, wie sich solche Leute echauffieren.

Dabei zeugt es doch mehr von Intelligenz, irgendwelche Äusserungen, die man durchaus beleidigend auffassen könnte, zu ignorieren. Der Satz dafür lautet (ja, der ist mal nicht von mir, geb ich auch gern zu – besagte Person weiß das aber) wie folgt:

Das tangiert mich rektal absolut peripher.

Ein wirklich schlauer Mensch steht über den Dingen. Den lassen Äußerungen kalt, weil er es besser weiß. Wer mit seiner Intelligenz hausieren geht, bettelt um Anerkennung, die er mit dieser sonst nicht erreichen würde. Eine verzwickte Geschichte. Denn das ist ja eben schon gar nicht mehr intelligent. Öl ins Feuer der Widersacher kippen, könnte damit grob umschrieben werden. Aber das begreifen Intelligenzbestien nicht, weil sie sich zu sehr auf ihre Intelligenz versteifen.

Selbst wer bei der MENSA eintreten kann und einen IQ weit über Durchschnitt hat – kann immer noch zwischenmenschlich versagen. Das kann heißen, das derjenige zwar komplizierte Rätsel lösen kann, aber einfache, zwischenmenschliche Dinge einfach nicht begreift. Ein großer Verstand hat schon viele in den Wahnsinn getrieben. Schinken!

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