Rückblick ins Gestern

„Wo wäre ich heute, wenn ich damals anders gehandelt hätte, als ich es tat“ – diesen Satz kennt wohl fast jeder. Und gelegentlich kommt der Gedanke wieder und man beginnt, zurück zu blicken. Aber nein, denn wenn ich damals etwas anders getan hätte, wäre ich nicht heute da, wo ich bin. Und es kann, es könnte wirklich schlimmer sein.

Schlimm wäre die Abhängigkeit von Jemanden. Schlimm wäre der Abgrund, in dem ich schon rumgeschwommen bin. Schlimm wäre so einiges. Doch alles halb so schlimm, es ist ja doch anders gekommen. Und es gibt immer einen Ausweg, egal wie. Der letzte Weg wäre, seinem Hass freien Lauf zu lassen. Warum zum Henker erkennt eigentlich die Auto-Korrektur nicht, wenn ein „s“ bei „lassen“ fehlt? Lasen wir die Geschichte rückwärts, anno dazumal. Ok, geht.

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Immer wieder, gern und oft hautnah erlebt. Erkläre mal einem Sprach-Unkundigen, wie er seine Arbeit zu tun hat. Halleluja, da kommen Glücksgefühle in einem hoch. Man möge mir einen Übersetzer kidnappen, damit das anweisen nicht eskaliert zum einweisen.

Und wo wir schon dabei sind: Auf den erhobenen moralischen Zeigefinger antworte ich grundsätzlich mit dem erhobenen unmoralischen Mittelfinger. Beleidigungen müssen auch nicht kulturell legitimiert werden, schon gar nicht mit einem Zitat von Goethe – der direkte Weg ist der einfachere. Erwähnte ich das bereits schon? Bestimmt zigmal. Gute Nacht! Schöne Alpträume allen!

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Morgenstund hat Gold im Mund. Das erklärt auch den komischen, ekelhaften Geschmack morgens in der Fresse. Wir wissen ja, dass das Sprichwort „Geld stinkt nicht“ nicht stimmt. Und Gold ist Geld. Oder andersrum. So kommt das, wenn mythische Wesen wie die Zahnfee das Ziel verfehlen und das Geld in die Fresse packen, statt unters Kopfkissen.

Bleibt nur, den Geschmack erst ordentlich mit Nikotin und Koffein zu bekämpfen, um dieses dann der zivilisatorischen Ordnung halber mit Zahncreme und Mundwasser zu beseitigen – für den kurzen öffentlichen Auftritt namens Arbeitsweg. Prost Qualm!

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