Amoklauf?

Gestresst und genervt von der Arbeit? Wieder Wut auf alles und jeden? Überstunden bis der Arzt zur Notschlachtung ruft? Dann empfiehlt sich doch pauschal ein Amoklauf, um den Frust normgerecht abzubauen. Achtung, bitte Kopfkino einschalten:

Der völlig genervte Chefkoch kommt nach der 14-Stunden-Schicht nach Hause, sämtliche Freundlichkeit und Contenance verbraucht. Den ganzen Tag nett, freundlich und zurückhaltend, immer auf Ausgleich bedacht, überall mit eingreifend und helfend. Doch nach den 14 Stunden ist das nicht mehr möglich. Also, kurzerhand Kalaschnikow geschnappt, Panzerfaust umgeschnallt und ab zum nächsten Supermarkt um die Ecke. In froher Erwartung auf ein lustiges Blutvergießen.

Doch dort angekommen, setzt sich der völlig fix und fertige Mann auf die nächste Gelegenheit zum setzen, einen Einkaufswagen – während rund herum die potentiellen Opfer Maulaffen feil halten. Genervt über den Schwächeanfall brüllt er den nächstbesten an, ihn in den Kommerztempel zu schieben – die Stimme hat er ja schließlich den ganzen Tag geschont.

Drinnen angekommen geht es dann im gleichen Befehlston weiter: „So du Windei, halte mal hier die Todesmaschine, ich muss mal kurz die Bleispritze befüllen“. Der völlig verdutzte dienstbare Geist, vor Angst schlotternd, nimmt die Panzerfaust. Doch völlig deprimiert stellt der werdende Schlächter fest, dass die Munition zu Hause vergessen wurde. Und ob des versuchten Wutausbruches fällt auch noch die Bleispritze runter und rutscht außer Reichweite. Doch damit nicht genug, rutscht auch noch die Granate bei der Übergabe aus der Panzerfaust, so dass der Möchtegern – Attentäter sich kurzerhand entschließen muss, mit den Servietten um sich zu werfen, die gerade noch in greifbarer Nähe waren.

– Um schließlich feststellen zu müssen, dass dir ganze Aktion ein halbe Stunde gedauert hat und die bereits erschienenen Beamten der Mobilen Einsatzgruppe vor Lachen am Boden lagen. Bleibt nur noch, langsam, sich ergebend den Finger zu heben und nach einem Taxi zu fragen…

trennlinie

Und die Moral von der Geschichte? Leute, lasst das mit den Überstunden. Was dabei rauskommt, sieht man ja da oben. Und ruhig mal zwischendurch aus der Haut fahren – so ein reinigendes Gewitter tut gut. Und schon fängt der nächste Film an, aus der Haut fahren… Man stelle sich eine Dampflok vor, die … Jaja, schon gut, ich höre ja auf damit…

Dieser Beitrag wurde unter arbeitstäglicher Schwachsinn, Tagespalaver, Wahnsinn abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen