Ist es nicht furchtbar?

Das Jahr ist schon über einen Tag alt und ich habe immernoch keinen Grund zum meckern. Gut, ich könnte mich jetzt lang, breit und schmutzig über die medialen Auswürfe aufregen, aber das kann ich den Rest des Jahres noch oft genug. Dass ich diesen verfluchten Brückentag arbeiten muss betrachte ich ja schon als normalen Wahnsinn des Arbeits-Sklaven-Daseins. Realistisch betrachtet ist es nicht einmal so übel wie manch einer denken mag. Ironie an: Juhuuu, wie gerne gehe ich dich diesen Tag arbeiten!  Ironie aus.

Wobei jetzt mal so ganz ohne Ironie: der Tag kann so schlimm gar nicht werden. Im günstigsten Fall kommt die verschollene Kollegin wieder, ich bekomme einen Kollegen zum einarbeiten und die erwartete Zahl der Gäste liegt nicht einmal im dreistelligen Bereich. Und wenn wirklich alles gut geht, bin ich schon mittags raus. Was natürlich meinem Stundenkonto überhaupt nicht gut tut. Schließlich muss von dem zu erwartenden Geld noch ein Urlaub mit der Familie finanziert werden – auf den ich mich zwar irgendwie freue, andererseits mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber stehe. Aber das ist ja noch Zukunftsmusik, die erst noch komponiert werden muss.

image

In einem dussligen Posting aus dem  Fratzenbuch wurde mir für dieses Jahr Liebe prognostiziert. Davon mal abgesehen, dass ich für diesen Fratzenbuch – Müll überhaupt nichts übrig habe, muss das wirklich sein? Liebe? Warum? Ich habe mich doch gerade so wunderbar an mein Leben ohne Verpflichtungen gewöhnt, ohne Verpflichtungen gegenüber anderen Mitmenschen. Ich kann soziale und kulturelle Gepflogenheiten völlig ignorieren, ganz wie es meinem Gusto passt. Oder kann mich in das Leben stürzen, wenn mir danach ist.

Aber davon mal abgesehen. Im Grunde und im tiefsten Inneren würde ich mich schon irgendwie auf so etwas freuen. Aber wenn dann wirklich jemand kommt von wegen und Liebe und so, so wird der zukünftige Partner sich aber richtig ins Zeug legen müssen, um die Mauern niederzureissen, die ich jahrelang und mühevoll und vor allem stabil errichtet habe.

Liebe passt im Moment einfach nicht in das Konzept. Dazu bin ich im Moment viel zu sehr auf zwei schlimme Persönlichkeiten fixiert, zwei Egos, die so Ich-fixiert sind, dass es schon fast weh tut. Ich und meine Nutte. Schöner Satz. Ich und meine Nutte. Gesellschaftlich und sprachlich ein Desaster, wenn man den Hintergrund nicht kennt. Ich und meine Nutte. Der Satz wird prägend für dieses Jahr. Meow!

Dieser Beitrag wurde unter Gedankenchaos, Morgendlicher Schwachsinn, Netz - Zeug, Tagespalaver abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen