Flucht in die Normalität

Oder eher doch Flucht aus der Normalität? „Normale“ Menschen zelebrieren Weihnachten – Meinereiner verabscheut diese Heuchelei. Siehe gestern. Von allen Kollegen schöne Feiertage gewünscht bekommen – davon mal abgesehen, dass die genau wissen, dass ich in der Hinsicht eher Grinch bin und das nicht will – und in Gedanken die Pest an den Hals. Bei manchen kann man den Gedanken in den Augen lesen. Deswegen auch der Begriff Heuchelei. Aber ebenso ist man dann auch selbst scheissfreundlich und floskelt die Sätze vor sich hin bei Lieferanten, Kunden und Anderen. Furchtbar. Aber noch erträglich.Ud im Rahmen.

Fernab von der echten Familie bei der Wunschfamilie, ohne traditionelles Gedöns – so sieht Weihnachten aus. Geschenkefrei – wie sich das gehört. Doch ist das unnormal? In einer Zeit, in der Traditionen nichts mehr zählen, eigentlich schon. Es gibt so viele, die sich nichts mehr schenken, von der Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes genervt sind – doch der Kommerz erkennt das nicht. Blind vor Gier preisen sie an – wie auch der Weihnachtsbaumverkäufer, der gestern noch 90% seiner Bäume im Gatter stehen hatte. Eingefangene Weihnachtsbäume – das war mein erster Gedanke. Schadenfreude darüber, dass er auf den Dingern sitzen bleibt, der zweite. Ohnmacht gegenüber der sinnlosen Abholzung – der dritte.

Auch eine Tanne hat Gefühle und empfindet Frust, wenn sie statt im Wald zu stehen dann doch entweder auf dem Kompost oder in der Papierverarbeitung landet. Ich gründe demnächst die Gewerkschaft der Nadelhölzer…

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Der gröbste Stress ist vorbei. Es warten nach diesen langen 5 freien Tagen noch 3 ruhige Arbeitstage, bevor es zum Arbeitseinsatz geht. Projekt „verwohnten Raum in Wohnraum verwandeln“ – bin gespannt und ehrlich freue ich mich sogar fast darauf. Und auf das morgendliche „Fresse„. Oder „geh sterben„. Oder andere liebevolle Sätze in dieser Richtung – fernab von den „normalen Menschen“. Und hoffentlich dreht die innere Uhr nicht wieder am (Zahn)-Rad und lässt mich zur Abwechslung mal ausschlafen. Das wäre mal was neues – in diesem Jahr. Schinken!

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