Liebes Tagebuch …

Also langsam wird es wirklich mal wieder Zeit, die leeren Seiten mit leerem Geschwafel zu leeren, ähm, füllen. Da haben wir natürlich schon den Punkt von letztem Freitag:

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Chaos und überforderte Reisende

Wenn an einem Freitag morgen beim örtlichen Verkehrsverein alles was möglich ist schief läuft. Und wenn es nur 2 Hauptlinien betrifft sowie eine zentrale Haltestelle.  Es ist lustig dabei zu beobachten, wie alle angestrengt den Ausführungen der Leitstelle lauschen, grübeln und versuchen eine alternative Route sich auszudenken.

Wenn die eine Nachtbaustelle nicht fertig geworden ist und daraufhin die Linien umgeleitet werden müssen, ist das für die meisten S-Bahn-Reisenden schon zuviel. Wenn dann aber zudem noch in einer zentralen Umsteigestation ein Feuer ausgebrochen ist (bzw der Brandmelder sowas meldet) und diese aus „Sicherheitsgründen“ nicht angefahren werden darf, dann stellt sich absolute Hilflosigkeit direkt neben die Fragezeichen.

Aber faszinierend ist dabei, dass der Großteil, wenn auch völlig überfordert mit der Situation, dennoch ruhig bleibt und nicht rumpöbelt, wie man es sonst so vom deutschen Durchschnittsbürger gewohnt ist. Respekt und Hut ab. Leid tun kann nur einem die Person von der Bahnsicherheit, die auf dem Heimweg von der Nachtschicht von allen möglichen Reisenden vollgequatscht wird. Fragen über Fragen, die jeder mit einem gesunden Menschenverstand selbst beantworten kann, in dem man sich einmal den Verkehrsplan ansieht. Na Mahlzeit,  in deren Haut möchte man in dem Fall nicht stecken.

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Genug des Geschwafels? Bei weitem noch nicht. Kollegin wird erneut Oma. Die Eltern, beide selbstmeckernd arbeitslos und nicht gewillt, sich ordentlich zu beschäftigen. Zumindest beim zeugungswilligen „Vater“ kann ich das bestätigen, hat der doch versucht, eine Woche lang als „Spülkraft“ – was nun wirklich keine große Herausforderung ist – wenigstens mal halbtags zu glänzen und die Familie zu ernähren. Herkunft erwähne ich lieber nicht – man wird ja sonst gleich wieder in die rechte Ecke gestellt. Es sei nur soviel gesagt, wie der Vater, so der Vater vom Vater. Der hat den gleichen Job nämlich auch schon mal probiert …

Aber wenn man mit der Nudel schon Spaß haben kann, dann kann man auch im Krankenhaus der werdenden Mutter auch das Händchen halten. Nicht einmal das hat Der geschafft, da musste die Oma ran. Au backe. Wenn nicht schon mein Glauben an die Menschheit zerstört wäre – DAS wäre der perfekte Zeitpunkt dafür. Aber Hauptsache vermehren …

Ansonsten lässt sich selbstschwafelnd nicht viel berichten. Der ganz normale Wahnsinn packt wieder, und zwar zu. Ich überleg schon, welche Entzündung mir noch rausgeschnitten werden könnte, um dem zu entfleuchen. Aber so wirklich macht sich nichts bemerkbar, nur meine abgehackte Art zu schreiben. Und zwar bei Bekannten. Kurz angebunden und unwillig zu antworten. Kein Wunder. Gute Nacht Welt, Gute Nacht Deutschland, Gute Nacht Nutte. Ich geh mir jetzt das Hirn verkleistern mit irgendwelchen Gute-Nacht-Filmchen …

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