Mission completed

Und wieder ein ausführlicher, gesellschaftlicher Abend beendet. Lecker Grillen ohne Grillen, dafür mit viel Geläster und Gegacker, wie es sich für eine Runde im Freundeskreis gehört. Aber das seltsame Spielchen, mal eben schnell Hals über Kopf in den nächsten größeren Shoppingtempel zu eiern mit dem Bus, um dort gackernderweise rumzualbern und der Sucht der Süßigkeiten zu frönen – das hatte ich auf diese Art und Weise auch noch nie. Man lernt eben nie aus und nimmt jede Schandtat mit. Auch wenn eine lustige Runde Halbgrufties doch etwas auf andere verstörend wirken mag – was interessieren uns andere?

So hab ich diesen Sonntag mal wieder ausschließlich Zeit für mich, um mich im diverse Sachen zu kümmern oder es auch sein zu lassen. Denn immerhin beginnt ab Donnerstag das Release vom neuen Warcraft und ich möchte diesmal nicht der letzte sein, der damit anfängt. So wird meine soziale Ader jetzt auch für 2 Wochen ruhen, weil ich dementsprechend eine neue (alte) und zeitraubende Beschäftigung habe. Eine Beschäftigung, auf die ich mich schon tierisch freue.

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Bedauerlicherweise stelle ich in letzter Zeit öfter fest, dass ich meinem Erzeuger, dem Genpool väterlicherseits, immer mehr ähnlich sehe. Körperliche Statur, Haarausfall, das ganze miserable Zeug, das mir vererbt wurde. Gut, ich bin nicht mehr der Jüngste, damit kann man leben. Aber die Anlagen, die ich mitbekommen hatte, sind auch nicht gerade optimal, von meiner Sicht aus. Denn ich kenne das Bild des alten, gebrochenen Mannes in seinen besten Jahren. Und es macht mir Angst – ein Vergleich zum Film „Das Bildnis des Dorian Grey“ ist nicht gerade unpassend. Auch wenn ich mir Mühe gebe, nicht wie er zu leben, so ähnele ich ihm in fast jeder Altersklasse.

Die Wanne wächst ebenso wie bei ihm trotz ausreichender körperlicher Betätigung, auch wenn ich seinem Bier- und Alkoholkonsum bei weitem nachstehen – wann trinke ich schon mal was. Und so viele Süßigkeiten sind es nun auch nicht. Und obwohl man meiner Statur die knapp 100 kg überhaupt nicht ansieht, irgendwo liegen diese am Körper verteilt und ärgern das Ego. Nicht das mir irgendwelche fremden Leute und ihre optischen Ideale etwas ausmachen würden, aber das eigene Wohlgefühl löst sich unter Wohlgefallen auf. Zumindest im Kaffeekonsum habe ich deswegen schon abgebaut. Nur noch 10 Tassen täglich anstatt von 4 Kannen … Mal sehen, wie sich das auswirkt…

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