Metrosexuelle Rettungsringe

So, das war mal wieder ein teures, aber gutes Wochenende. Freitag Konzert, Samstag Shopping-Tour mit Erfolgserlebnis und Backstunde ebenfalls mit Erfolg. Zur Backrunde muss halt nur Energie und Enthusiasmus aufgebracht werden, im Moment eher Mangelware. Und dann natürlich der Met-selige Stammtisch mit den üblichen kleinen Zickereien, die den Unterhaltungswert einer solchen Veranstaltung erheblich steigern – ins Negative natürlich.

Und wie immer, entweder ist zu wenig zu futtern da oder zuviel. Diesmal war es eindeutig zuviel. Meine zwei Totenbrote, Pan de Muerto genannt in Mexiko zum christlichen-indianischen Fest der Toten Dias de la Muerto, die mir diesmal ein Bedürfnis waren, weil es eben zum Tag passte. Und dann diverse Brownies, Blondies und Muffins – die natürlich den körperlichen Rettungsring mit Met-Unterstützung zur Expansion bringen. Schöne wissenschaftliche Umschreibung für eine normale Alterserscheinung, wenn dem Leben gefrönt und nicht der momentan normalen gesellschaftlichen metrosexuellen Einstellung Rechnung getragen wird. Danke Asmodeus, für diese schriftliche Erhebung und Einschätzung, der ich sogar fast unbedingt zustimmen kann.

Wobei es bei dem „fast“ bleibt – ich finde es trotzdem Blödsinn, wenn ein Mann sich manikürt, pedikürt, kahl rasiert und die Augenbrauen zupft. Aber gut, das ist und bleibt eben eine persönliche Einstellung, auch wenn in größerer Runde unter Alkoholeinfluß darüber gelästert wird. Aber das kann ich ab. Ich muß mich nicht irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen beugen, nur weil zur Zeit die Männer glatt und plüschig sein wollen. Für mich ist ein Mann ein Mann und bleibt ein Mann. Ob nun glattrasiert und manikürt, der Charakter lässt sich damit nicht aufpolieren. Und der bleibt bei vielen eben noch nach urmenschlicher Sitte machohaft.

„Oraler Auswurf verbaler Natur“ –
das ist dann auch der neue Lieblingsspruch

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