Friedhofn – schon wieder …

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Ich – unverbesserlich

Gestern war wieder mal ein Marsch über den Friedhof angesagt, im schwarzen Freundeskreis. Grufties, die Gräber schänden – so ja die allgemeine Meinung über solche Veranstaltungen. Das wir nur die Atmosphäre solcher Plätze suchen – auf diese Idee kommen die Wenigsten. Sei´s drum, lassen wir denen ihren Irrglauben, Menschen sind so, die brauchen ihre Vorurteile. Jedem diese auszureden übersteigt jetzt aber auch die mögliche Notwendigkeit.

Apropos Atmosphäre – diesmal war sie passend, bei leichtem Nieselregen, zumindest schöner grauer Himmel, kein helles Tageslicht. Den schirm zwar umsonst mitgeschleppt, dafür kann ich den jetzt auch entsorgen, da mir unbedingt jemand den Griff abreißen musste. Jaja, die Ungestümheit der anwesenden Jugend.

Das darauffolgende gemeinsame Abendessen im Sch…-Café ist nicht unbedingt erwähnenswert. Nur soviel noch anzumerken, dass ich bedrängt wurde, doch noch den Abend gemeinsam mit dem Rest der Bande abzuschließen, dieses jedoch vehement von mir abgelehnt wurde. Es ist ein schönes Gefühl, dass sich die Meute wünscht, das man dabei sein soll. Allerdings geht es absolut gegen das persönliche Ehrgefühl, wenn der Kontostand sagt, der Monat ist um – dieser aber noch eine Woche hat. das unbedingt rausposaunen (von hier mal abgesehen) geht auch irgendwie gegen den Strich. Außerdem war ich dann doch heilfroh, aus der Hose rauszukommen, die dann nach ein paar Stunden doch wieder arg auf die Narben gedrückt hat. Es ist zwar soweit alles verheilt, aber der Schmerz auf der linken Seite ist immer noch vorhanden, unverständlicherweise.

Furchtbar ist dann nur, bedrängt zu werden. Da kommt auch gern der Trotz raus – jetzt erst recht nicht. Aber davon mal ab, man – in dem Fall ich – hasst es einfach, sich von Anderen aushalten zu lassen. Es ist ein widerliches Gefühl, kein schöner Zustand, so darauf angewiesen zu sein. Nein, dafür bin ich einfach nicht Arschloch genug, oder der innere Anstand verbietet es. Das eigene Ehrgefühl. Sofern noch vorhanden – aber in diesem Fall schon. Es ist eine Art abhängig zu sein. Und wer ist schon gern abhängig?

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