Consuetudo est altera natura

Gewohnheiten automatisieren den Tag, sorgen aber dafür, dass wenig Luft für Spielraum bleibt. Nun gut, einfach hinnehmen und so leben. Zumindest Nutte freut sich darüber, dass wenigstens etwas Ordnung im Tagesablauf ist. Das Fellding freut sich tierisch darüber, dass ihr Dosenöffner – also meine Wenigkeit – im Moment soviel Zeit für sie hat, doch irgendwie verwirrt sie das auch. Merkt man. Wird wieder Zeit, dass der Dosenöffner einer ordentlichen Beschäftigung nachgeht.

Auch wenn der „Zwangs“-Urlaub auf eine Art richtig toll ist, aber so langsam hat man Hummeln im Hintern. Das letzte Mal war ich so lange zu Hause, als mir das zweite Arschloch geschnitzt wurde und konnte es auch nicht erwarten, wieder zu arbeiten. Und was hatte ich davon? Knatsch zu Hause, eine Trennung, Wohnung suchen … So verbringt man gern seine freie Zeit. Vor allem mit den Vorwürfen „Hättest ja mal mehr zu Hause machen können“… Klar, wenn der Arzt Schonung anordnet verlege ich Parkett oder so. Oder renne in den Keller, wenn schon jeder Schritt eine Herausforderung ist. Krank ist krank ist krank. Da ist der Haushalt in erster Linie erst mal egal. Aber gut, die Zeiten sind vorbei, das Genörgele ebenfalls.

Meine Beziehung mit mir selbst reicht im Moment voll aus. Ich bin mein bester Freund und mein schlimmster Feind. Das nennt man ausgewogen, ausgeglichen. Man könnte auch Gollum sagen.

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Musikalisch hab ich mal wieder was entdeckt zur Rechtfertigung, übertrieben ausgedrückt, zum Gruftie-Sein:

Doch Ironie und Sarkasmus sind nicht jedermanns Sache, also bezweifle ich stark, dass das auch jeder verstehen würde. Meine leibliche Familie schon gar nicht, die würden schon nach den ersten Tönen sich abwenden, also wäre das als musikalische Untermalung zur Erklärung meiner Einstellung nicht passen.

Überhaupt gab es wieder Genörgel, dass ich mit Abwesenheit glänzte bei Muttern’s Geburtstag. Und es wird Genörgel geben, wenn ich Weihnachten ebenfalls mit Abwesenheit glänzen werde. Sei’s drum. Ich muss es einfach nicht haben, ich will es nicht. Punkt. Da wird gar nicht diskutiert …

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