Attentäter, Völlerei und Braten in der Röhre

Attentäter sind ja vom Grunde her erst einmal geistig verwirrte Menschen – klar. Menschen, die mit der Regierung nicht zufrieden sind und ihrem Hass freien Lauf lassen oder die einer anderen Religion zugehörig sind. Schnell kann man mit dieser Keule verurteilen. Ebenso wird man, wenn man kritisch das Staats- oder auch Staatengebilde hinterfragt, mit der Nazikeule ebenso abgestempelt. Zumindest hat die Regierung von Kanada jetzt endlich die Gelegenheit, Anti-Terror-Gesetze zu erlassen. Kanada war mal ein Land der Freiheit, das ist nun auch vorbei. Und ich wage es zu bezweifeln, ob der Attentäter wirklich von der IS kommt oder doch auf der Gehaltsliste der CIA stand. Klar, ich wälze mal wieder gern Verschwörungstheorien. Das ist die nächste Keule, mit der noch mündige und die Klappe aufreißende Menschen vorverurteilt werden. Mal sehen, wann ich meinen Stempel aufgedrückt bekomme …

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Zumindest habe ich gestern ganz massentauglich mich der Völlerei ergeben – mit Junkfood. Nach mehreren Wochen Abstinenz tat das mal wieder not. Dieses Attentat auf meinen Körper nach allen Regeln der Übersättigung, fernab jeglicher normaler Ernährung, es war einfach nur: Yeaaah!

Und wie sich nebenbei herausstellte, haben Sprichwörter ihren Sinn und ihre Bedeutung nicht ganz ohne Grund. Die Birne fällt nicht weit vom Apfelstamm – oder so ähnlich, ach, jeder weiß was damit gemeint ist. Vorgänge einer Familie wiederholen sich ganz gern. Mutter auf Hartz 4 und auf Kosten anderer lebend, Hauptsache ein Gör in die Welt gesetzt, niemals arbeiten, immer nur schmarotzen. Das Gör fängt jetzt genauso an. Stecher gesucht, Braten in die Röhre schieben lassen – die Karriere ist vorprogrammiert. Von der Mutter vorgelebt kann es ja nichts anderes werden. Oder? Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben, aber manchmal hat man die schon einfach nicht mehr. Man kennt die Menschen und ihre Einstellung, weiß, wie sie gelebt haben und aufgewachsen sind. Das ist Mamas Kind.

Gut – wiederholt stelle ich meiner Oma die Frage, ob das wirklich meine Mutter ist oder ob ich vertauscht wurde. Meist scherzhaft gemeint, doch gern mit dem Hintergedanken – so gegensätzlich, wie wir uns entwickelt haben und leben. Bei mir greift zitiertes Sprichwort einfach nicht. Denn irgendwoher muss ich noch so ein gewissen rebellisches Gen bekommen haben, dass mich von der Spießigkeit meiner Mutter absetzt. Von ihr auf keinen Fall, dafür ist sie viel zu „normal“. Und zumindest optisch bin ich meines Vaters Sohn, was mich auch mit Angst und Sorge erfüllt. Großer Angst. Denn die Entwicklung geht tatsächlich in seine Richtung. Panik wäre angebracht – wenn ich nicht ich wäre sondern einer der vielen anderen hirnlosen Zombies. Aber erstmal wird jetzt gemütlich gezockt und dabei das Junkfood verdaut. Mahlzeit!

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