Schon wieder Storch braten

Es interessiert mich ja gelegentlich, wo der eine oder andere Besucher meines Blogs so herkommt, welche Suchwörter (wie üblich bleibt Nutte Spitzenreiter) zu mir führen – kurzum, welche der unergründlichen Pfade zu mir führen. Na da brat mir doch einer nen Storch, aber bitte gut gefüllt und durch. Kann auch gern ein anderes Geflügel sein. Zurück zum Thema. Bin ich doch mittlerweile mit meinem obszönen Geschwafel in der Linkliste eines doch mehr als weniger bekannten Blogs gelandet > http://lepenseur-lepenseur.blogspot.de/ <. Welch eine Ehre! Ehre wem Ehre gebüret, so kommet und huldigt mir!

Spaß beiseite. Da liegt er. Erschossen, wegen Nichtigkeit.

Der heutige Gang nach Canossa, na gut, zum stellvertretenden Hausarzt – der richtige ist passenderweise im Urlaub – war ein Spießrutenlauf zwischen Friedhofsgemüse (mein neues Lieblingswort), Reisenden, die man besser nicht aufhalten sollte, so wie diese gedrängelt haben und irgendwelchen, mhmm, naja, Irgendwelchen halt. Der ewige Kampf mit der Hose, die auf die Narben gedrückt hat.

Aber es gibt sie noch, die Uralten. Ärzte. Also die Vertretung vom Hausarzt war so ein Exemplar der seltenen Gattung. Er sah wie eine Mischung aus Frankenstein und Einstein, wer bestimmt ebenso steinalt. Ich schätze, er hat als Patienten den letzten Rest, den andere Ärzte nicht mehr annehmen. Und macht alles alleine. Aber ein Computer hatte er schon. So einen richtigen Personalcomputer, und jawohl, auch einen Nadeldrucker aus der guten alten Zeit der C64 und Amiga500. Mit dem hat er meinen Urlaubsschein auch ordentlich ausgefüllt. Mehr wollte ich ihn auch nicht machen lassen. Wie sehen die Narben aus? Gut, alles toll. Guck bloß nicht nach. Wenn Deine Hände ebenso so sauber sind wie der Fußboden, bleib weg von mir. Die Einrichtung stammt wahrscheinlich auch noch von seiner Mutter. Oder Großmutter. Jedenfalls aus einer Zeit vor der Zeit.

Aber, eine aktuelle Tageszeitung lag im „Wartezimmer“. Ebenso der Rest von den neulich (anno 1798) durchgelaufenen Schuhsohlen, also dem Rest, der daran haften blieb bis in jenes „Zimmer“. Der Mann ist also nicht von gestern, auch wenn das Ekzem auf dem Kopf zwischen des Teufels drei goldenen Haaren was anderes erzählen wollte. Es gibt nur wenige Momente und meine Geduld mit Menschen ist doch ziemlich groß, aber da war sie deutlich erschöpft. Eine schleunige Flucht war es, die mich fluchtartig die, nennen wir es vorsichtshalber mal Praxis, verlassen ließ. Mit dem Urlaubsschein in der Tasche. Und ohne angefasst worden zu sein. Goth lob!

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