Essen für die Seele

Manchmal sollte man, nur um einmal die Seele richtig baumeln zu lassen, doch wirklich mal richtig gut essen gehen. Um mit Hilfe des Geschmacksorgasmus die Qualen und Sorgen der letzten Wochen und Monate zu vergessen. Funktioniert prima, wenn man beim besten Italiener der Stadt einkehrt. Gut, die laute Atmosphäre kann man ignorieren, muß aber nicht.

DSC_0008Die anderen Gäste kann man ebenfalls ignorieren, wenn man sich Propfen in die Ohren steckt. Aber lästern macht doch auch Spaß, und so lässt sich das lamentierende bunte Volk in ihrer allgemeinen 3-Hirnzellen-Vielfalt doch ganz gut ertragen. Und Bruschetta, Conchiglie irgendwas und das leckerste Tiramisu der Stadt sind doch die besten Seelenklempner, unterstützt von einem Rosé und dem Espresso zur Verdauung. Der art vollgefressen mit einem schmachtenden Blick auf die Bedienung – ja, das Leben ist schön. Zumindest im Moment.

Aber eines ist absolut unverzeihlich und lässt die Gedanken wieder in Richtung Amoklauf tendieren: Trotz Reservierung am Kindertisch zu sitzen auf unbequemen Metallstühlen. Der ohnehin schon angeknackste Rücken, alters- und arbeitsbedingt dankt es mit leichten, ziehenden Schmerzen.

Aber immerhin, hat die Seele doch wieder einen Schub bekommen, dass sich das chaotische System des Lebens zumindest für die 2 freien Tage wieder ertragen lässt. Mahlzeit, oder in dem Fall: Buon Appetito.

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