Töte Deinen Chef

Da wird mir doch tagtäglich suggeriert,  ich solle meinen Chef töten. Jeden verdammten Tag komme ich an einem Buchplakat vorbei mit dem Titel: „Töte deinen Chef“. Und jeden Tag rede ich mir immer wieder ein: es bringt nichts, du kannst sie nicht alle töten. Ausserdem mag ich die Knalltüte irgendwie. Zumindest weiß ich, woran ich an dem bin. Und es könnte schlimmer sein. Viel schlimmer. Aber zugegeben, die Versuchung ist schon da. Vor allem wenn man jeden Morgen und jeden Abend diese Zeile liest. Man kann ja gar nicht daran vorbei, man wird förmlich erschlagen von der Botschaft.

Zumindest hat die Werbung ihr Ziel nicht verfehlt, hat sich doch der Buchtitel unauslöschlich in den Denkapparat eingebrannt, förmlich. Denn nachsehen und kurz probelesen musste ich nun schon, wenn wir jeden Tag so ein Befehl hypnotisch eingepflanzt wird. Mal sehen, wie lange sich der „Alte“ noch an Frau und Kinder erfreuen kann.

Doch nachdem man sich so durch die ersten 10 Zeilen gelesen hat, kam der Vergleich zu „Mr. & Mrs. Smith“ auf, ja unglaublich nahe. Auftragskiller, Killer fliegt auf und jagt mit der Jägerin. Gute Nacht. Danke, hab genug, die Story ist schon ausgekaut. Bleiben wir in der Realität und versuchen den hypnotischen Befehl zu ignorieren.

 

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