Eheu, fucaces labuntur anni!

Horaz sprach es aus, was viele so denken. Ach, wie im Fluge vergehen die Jahre! Kaum hat das Jahr begonnen, ist es schon fast wieder vorbei. Eben noch den Jahreswechsel hinter sich gebracht, nun ist der Sommer schon im Abklang, meine Jahreszeit bricht so langsam an – Dunkelheit, Natur in bunt und grau. Sobald der Höhepunkt des Jahres – M’era Luna – vorbei ist, kann man sich schon wieder langsam an dem frühzeitig beginnenden Weihnachtsgeschäft erfreuen. Juhuu, es gibt bald wieder Lebkuchen!

Doch ebenso wie die Jahre fliegt auch das Leben dahin. Gestern eben noch was, als man ungestüm durch die Gegend tobte, heute schleicht man mit Kreuzschmerzen zur Arbeit. Nicht mehr lange, und man sitzt mehr beim Arzt im Wartezimmer als auf Bahnhöfen rum, um in der Weltgeschichte umherzureisen.

Ach, so eine kleine Morgendepression hat schon was für sich. Moment mal, so, Musik an – jetzt geht es wieder. Ein wenig ASP und alles ist wieder schön. Rosa Blümchen, Schmetterlinge in der Luft – hasch – … Nein, ich hab nichts geraucht, das ist nur der alltäglich morgendliche Wahnsinn, der hervorbricht, wenn man sich so lange auf Arbeit nicht aufregen musste. Am Rande meines Verstandes kichert der Wahnsinn – irgendwo einmal gelesen. Und wenn wir schon beim zitieren sind, dann darf auch folgendes nicht fehlen:

„Selbst der Wahnsinn impliziert das Wort ›Sinn‹.“
© Roswitha Bloch

Na dann, auf in den Tag, mal sehen, was wir heute nicht machen oder eventuell auch sein lassen.

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