Montage, Zähltage und andere Abfälligkeiten

Immer und immer wieder, wie oft muss es noch betont werden, aber damit es auch ja niemand vergisst, nein und ja, ever und never. Ich mag den Wochenstart nicht, ich hasse Montage. Und diese Tage, dieser Tag hasst mich. Mit allen seinen Irrungen und Wirrungen. Da nutzt es nicht, ausgeschlafen zur Arbeit zu latschen, sich die Laune mit einem extra-Schuss Kaffee und guter Musik aufzuputschen, wenn nach nur wenigen Minuten alles wieder hinfällig ist. Verflucht, ich muss wirklich den Antrag stellen, jeden Montag frei zu bekommen. Absolut jeden.

Mittlerweile erzählen auch meine Arme und Hände Geschichten über den Streß. In Form von immer neuen Narben. Je schneller, desto unachtsamer, desto sicherer der kleine Arbeitsunfall. Was tut man nicht alles für das ewig nörgelnde Gästepack. Dafür ist der Rückwärts-Countdown schon eingeläutet – noch 4 Tage, dann 2 Wochen Ruhe.

Koch ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Gerne. Sonst würde ich mir das auch nicht antun. Man sollte aber unterscheiden zwischen positivem Streß – der durchaus selbst bei geregeltem Ablauf entstehen kann und dem Zeug, was einem im Alltag so erwartet. Liebe Fernseh- und Starköche. Übernehmt mal bitte für einen Monat meinen Job, mit allen Pflichten und auftretenden Problemen. Jedwedem Chaos, das bei aller Personalknappheit und trotz guter Vorbereitung auftaucht. Mit Leuten, die des Lesens nicht mächtig sind und nicht zwischen Gebinde-Inhalt und benötigter Menge unterscheiden können. Mit der Geschwindigkeit, bei der man einer Schnecke noch in aller Ruhe die Sohlen besohlen könnte.

Apropos Sohlen. Durchgelatscht. Kommt davon, wenn man die guten Stücke tagein, tagaus trägt. So, wer möchte mit mir Schuhe kaufen gehen? Aber Vorsicht – das wird der Horror!

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