Von zuviel Arbeit, …

… Völlerei, lahmen Filmen, Schreibwahn, einschlafenden Taxifahrern und anderen Alltäglichkeiten.

So jedenfalls könnte der Arbeits-Titel des Buches heißen, der die letzten 3 Tage beschreiben sollte.

Zuviel Arbeit,  soviel ist schon mal klar, hat Jedermann, der heutzutage werktätig ist. Werktätig – Schöne, antiquarische und ostdeutsche Beschreibung für die arbeitende Bevölkerung. In einer Zeit, in der an jedem Ende, an jeder Ecke gespart wird, ist die größte Einsparung immer noch beim Human-Kapital, wie es so schön betriebswirtschaftlich heißt. Also darf man fröhlich die Urlaubsvertretung gleich mit übernehmen. Zeitpersonal kann da nur teilweise unterstützend eingreifen, es ist Personal vonnöten, das sich auskennt. 8 Stunden Arbeitszeit des regulären Personals sind nicht mit 8 Stunden Zeitpersonal auszubügeln. Mal so als kleine Info eines handwerklich Tätigen an die Schlipsträger-Etage.

Somit war an einen pünktlichen und zeitigen Feierabend freitäglich nicht zu denken, nicht einmal dann, wenn man verreisen möchte. Ergo war ein früzeitiges Ankommen reine Utopie. Auch wenn es nicht jeder verstehen mag und kann. Gewisse Arbeiten müssen erledigt sein, ob mit oder ohne Hilfe. Und gewisse Sachen kann das Zeitpersonal nicht.

Saunieren im Zug ist übrigens kein schönes Hobby, es fehlt die kühlende Dusche, das Eiswasser im Anschluss. Mal so nebenbei angemerkt.

Von Völlerei und lahmen Filmen …

Nun, als wichtige Faustregel für die Zukunft: Abendessen direkt vor dem Kinobesuch erspart das überteuerte Popcorn, da durch den enormen Sättigungsgrad einer vollwertigen Mahlzeit der Heißhunger auf eben jenes Knabberzeug ausbleibt. Aber auch für die Zukunft, Memo an mich: Kino im Sommer vermeiden, denn trotz Klimaanlage im Saal ist die Geruchsbelästigung durch die gefühlten 5000 Deos und Parfums in Verbindung mit lecker Schweißgeruch enorm. Widerlich. Und dann regen sich die Leute über die Raucher auf …

Vom 4. Teil der Transformers – Reihe hatte ich mir im Grunde auch mehr versprochen. Dir Story lässt sich, wie in allen Teilen, in wenigen Worten wiedergeben. Und der Ablauf kam mir schon nach wenigen Minuten ewig gleich vor wie in den anderen Teilen. Viel Altmetall, ewig der Sieg der Guten über die Bösen, Geschnetzel, Gehäcksel und ein durcheinander mit den davor gelaufenen Geschichten. Während Teil 1-3 noch halbwegs stimmig aufeinander aufbauend waren, so stimmt die Geschichte im 4. Teil nicht mehr mit denen davor überein. Es sind immer diese Kleinigkeiten, die mir dabei auffallen. So habe ich nicht einmal Lust, mich weiter kritisch darüber zu äußern.

Wolle nach Memphis?

Ein weiteres Memo an mich wäre, die Passwörter für alle 3 Blogs entweder irgendwie irgendwo zu hinterlegen, damit ich unterwegs dem Schreibwahn frönen kann, oder … Den gewohnten Zugriff nicht zu haben ist fürchterlich. Und alles schafft das liebe Handy auch nicht. Aber so gibt es nun zumindest ein gut gefülltes Notizbuch mit genug Stoff für die nächsten Tage. Bei der Rückfahrt sind mir in meiner blitzmerkenden Manier so auch gleich 2 Dinge aufgefallen, die gleich wieder negativ Anderen auffallen dürften:

1. Ich habe seit Ewigkeiten keinen deutschen Taxifahrer mehr gesehen. 

2. Indische Taxifahrer sind zumindest in Deutschland sehr zurückhaltend. Während andere ohne Gewissen jede Kirschgrüne Ampel mitnehmen, hatte Bollywood-Schleicher nichts anderes zu tun als zu schleichen. Nun heißt es nicht mehr Schmidtchen-Schleicher mit den elastischen Beinen, sondern Hindi-Schleicher mit den platten Gummis. Zumindest waren seine 3 Wörter flach und der Witz im Anschluss richtig platt, dass ich nicht einmal ein Höflichkeitslachen hinbekommen habe. Fehlte im Anschluss nur die Frage: du wolle nach Memphis? Wir fahren…

Dafür – trautes Heim, Glück allein. Zusammen mit Nutte, die sich bei dem Wetter extrem lang auf dem Boden verteilt und ächzend, widerwillig das Wetter nicht kommentiert. Und endlich, endlich – in allen 3 Blog, so ein Captcha installiert … Also nicht wundern, wenn demnächst eine Bilderchen-Anfrage bei einem zu schreibenden Kommentar erscheint, aber 50 Spam-Mails auf einen Vormittag sind selbst mir zuviel und stellen die Geduld zu sehr auf die Probe. Sonnencreme!

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