Nach durchzechtem Abend …

Das morgenliche Aufwachen in einer fremden Wohnung,  noch dazu mit Kopfschmerzen erinnert mich immer an den Spruch: Was macht eine Blondine morgens nach dem Aufstehen? Sie zieht sich an und geht nach Hause. Nur das dieses ja tatsächlich halbwegs eintritt war von dem Denker, der dies gedacht hat, wohl nicht vorgesehen. Und das ganze ohne Sex. Nunja, ich werde jetzt mal die beiden Hausinsassen weiter ruhig schlafen lassen und mich in den frischluftigen Schatten begeben, mal sehen, ob die Muse auch noch mal kurz vorbeikommt.

Morgens in einer fremden Umgebung, als Gast in einem nicht eigenen Territorium ist das Leben nicht ganz so angenehm. Kein Service mit dem Kaffee, überhaupt ist dieses „ruhig verhalten müssen“ weil der Gastgeber in einem Schlafzimmer ohne Tür schläft nicht gerade optimal für die morgendliche nicht vorhandene Bewegungskoordination. Und ohne Kaffee geht ja schon mal gar nichts. Was macht man nun, abgeschnitten von den heimischen Gefilden, darauf wartend, dass sich jemand bewegt? Und die Muse lässt auch auf sich warten…

Nein, Cappuccino ersetzt keinen Kaffee, hilft aber zumindest etwas. Und Flugzeuge unterstützen im allgemeinen auch die Weckfunktion einer innerstädtischen Geräuschkulisse. Hoffe ich zumindest. Es wird ja schon gemunkelt, wo ich mich Sonntag in der Frühe so rum treibe. Der seltsamste Vorschlag war ja die sonntägliche Kirchendenunziation live vor Ort. Nein danke, ich will weder meinen eigenen Dämon ausgetrieben bekommen noch auf christliche Art bekehrt werden, obwohl diese verfluchten Glocken auch schon wieder läuten,  mit dem Nachhall im Kopfe.

Nein, ich habe mich am gestrigen Abend dem „real social life“ gewidmet. Soziale und kommunikative reale Interaktion mit echten Menschen aus dem Freundeskreis bei einem Grillabend. Und an dem Ort des Geschehens verweile ich immer noch. Ohne Kaffee,  ohne Handtuch…  Mit schlafenden Gastgebern. Senile Bettflucht in fremder Umgebung. Nein, es könnte schlimmer sein. Senile Bettflucht in fremder Umgebung und kein Kaffee in Sicht. Horror pur! Und vor der Nase ein rosaroter Mini-Kinder-Pool. Darf ich mal bitte ganz kurz laut schreien?

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